Secondo Pia / Paul Vignon - DAS GRABTUCH VON TURIN

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Secondo Pia / Paul Vignon

DAS GRABTUCH VON TURIN
1898

Vintage, Gelatinesilberabzug. Vintage GSP auf Karton aufgezogen, dort ausführliche Angaben zum Motiv.

Im Jahr 1898 erhält der Jurist und Amateurphotograph Secondo Pia den Auftrag, erstmals photographische Aufnahmen des Grabtuchs von Turin anzufertigen. Das Ergebnis ist verblüffend: Läßt das Tuch selbst nur einen schwachen Abdruck des Antlitzes Christi erahnen, so werden auf dem dunklen Grund der Glasnegative deutlich die - positiv abgebildeten - Züge einer menschlichen Gestalt sichtbar (Abb. links). Secondo Pias Negative bilden wenige Jahre später die Grundlage der ersten wissenschaftlichen Untersuchung des Turiner Grabtuchs durch Paul Vignon, Professor der Biologie und Zoologie an der Sorbonne. In Vignons Augen besitzt die Photographie aufgrund ihres mechanischen Abbildungsprozesses eine höhere Beweiskraft als etwa die Malerei. Darüber hinaus vermag sie es scheinbar, ein dem natürlichen Sehen nicht zugängliches Phänomen zu visualisieren. Dienen Vignon Secondo Pias Negative als Beweis der Authentizität des Grabtuchs, so dokumentieren die Aufnahmen und der sie begleitende Text heute auf eindrückliche Weise den Glauben an die Photographie als geeignetes Instrument der exakten Wissenschaften.

Der Text Paul Vignons ist auf Anfrage erhältlich.

Literature

Peter Geimer, L'autorité de la photographie. Révélations d'un suaire, in: Études photographiques, Nr. 6, Mai 1999, S. 67-92

Lot 25 Dα

Estimate:
800 € - 1.000 €

Result:
600 €