Wesenskern relevanter Photographie war und ist für Martin Z. Margulies stets der Aspekt der „Conditio Humana“. Diese bestimmt daher auch seinen Blick auf weitere photographische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Etwa auf jene Gruppe von Photographen, die unter dem Stichwort „New Topographic Movement“ das soziale und architektonische Lebensumfeld im suburbanen Raum der USA in den Fokus nahmen. Zu nennen sind hier Robert Adams (Lots 673-676), Stephen Shore (Lots 700703), William Eggleston (Lots 698/699) und Henry Wessel (Lots 660-664). Mehrteilige Werkgruppen der Margulies Collection widmen sich dem Thema Wohnen, wie Olafur Eliassons „Hut Series“ (Lot 722), Henry Wessels „Real Estate Photographs“ (Lot 697) oder Peter Bialobrzeskis „Case Study Homes, Manila“ (Lot 724). „Ich habe festgestellt, dass ich bei der Photographie gerne mehrere Werke einer Serie oder ein ganzes Portfolio eines Photographen sammle“, so Margulies im Gespräch. Um poetische Erzählmomente bereichert sind die Photographien von Alec Soth (Lots 713-718) zu nennen, von dem die Auktion mit sechs Meisterwerken aufwarten kann. Mit tiefem Respekt gegenüber seinen Protagonisten nimmt der südafrikanische Porträt- und Dokumentarfotograf Pieter Hugo in seinen sorgfältig komponierten und inszenierten Portraits gesellschaftliche Randgruppen wie die „Hyänen-Männer“ in Nigeria oder Müllsammler in Ghana in den Blick (Lots 727/728). Last but not least hält die Sammlung mit den Werken Justine Kurland (Lot 719/720) und Barbara Probst (Lot 734) eine Reihe photographischer Positionen bereit, die sich unter anderem mit geschlechterspezifischen Perspektiven beschäftigen. Die Photographien der Margulies Collection sind in diesem Katalog durch ein gekennzeichnet. © Jeanie Ambrosio Ein Blick in den renovierten Lagerraum mit Photographien unter anderem von Thomas Struth und Alec Soth, The Margulies Collection at the Warehouse
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