Auction 905, - 900. Auktionen - Moderne Kunst, 02.06.2007, 00:00, Köln Lotto 724

Alberto Magnelli, Ardoise

Alberto Magnelli, Ardoise, 1937, Auktion 905 - 900. Auktionen - Moderne Kunst, Lot 724

Gouache auf rot quadrierter Schiefertafel 20 x 28 cm (mit dem Rahmen). Oben links weiß signiert und datiert Magnelli 37. Rückseitig auf dem Rahmen oben rechts mit Bleistift zusätzlich datiert "37". - Rückseitig mit rechts und links angebrachten Abstandshaltern aus Sperrholz.

Maisonnier 33 ("Ardoise, Paris 1937")

Provenienza

ehemals Sammlung Erna und Curt Burgauer, Küsnacht; Privatsammlung Schweiz

Esposizioni

Zürich 2006/2007 (Galerie Orlando)

Literature

vgl. Willy Rotzler, Curt Burgauer, 'Das lebenslängliche Interview'. Die Sammlung Erna und Curt Burgauer, Sankt Gallen 1970; Ausst. Kat. Die Geburt der Moderne, Zürich 2006, S. 59 mit Farbabb.

Im Paris der Jahre 1936-1938 entsteht die erste Gruppe der berühmten kleinen Schiefertafeln von Alberto Magnelli, seine "série de petites ardoises", wie sie die Notizen des Künstlers ausweisen (vgl. Anne Maisonnier, Alberto Magnelli, Les Ardoises peintes, Catalogue raisonné, Sankt Gallen 1981). Wenig später, 1940-1943, entstehen in Grasse weitere Arbeiten, um 1954/1956 bemalt er 2 größere Formate; insgesamt sind 91 Arbeiten mit diesem Material bekannt, sie sind heute auf dem Martkt äußerst rar geworden.

Wie er in dieser Zeit auch Goauchen und Collagen mit quadriertem Papier und einfachem Packpapier fertigt, so experimentiert er mit dem handlichen Format der Schiefertafel, deren Aussehen, Format und Proportion er respektiert. Die schlichten Schultafeln waren ihm als reizvolle Objekte in den Schaufenstern aufgefallen. Die kompositionelle neue Ästhetik der Abstraktionen, die auf dem dunklen Grund entstehen, lebt vom Gegensatz der matten Farben und dem leichten Glanz des bedruckten Schiefers. Auf ihm entwickelt Magnelli in dieser Werkphase das für sein Oeuvre überhaupt entscheidende Formvokabular.

"Les Ardoises, le peintre avait coutume de les ranger sur des étagères, comme les précieux incunables d'une langue inventée. Tout l'art de sa maturité, imposant, spirituel et grave, elliptique et péremptoire, trouve ici sa formulation première. La préhistoire d'un monde en train d'éclore, comme ces palettes à fard en schiste du quatrième millénaire qui sont à l'origine du bas-relief égyptien classique, mais aussi une constante confrontation, la référence où vérifier la capacité plastique de ses intuitions pour leur conférer ensuite une autre dimension, pour emprunter de nouveaux chemin." (Anne Maisonnier, op. cit., S. 151)

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