Auction 923, Moderne Kunst, 28.05.2008, 00:00, Köln Лот 133

Ernst Ludwig Kirchner, Stehender Geiger (Gustav Häusermann)

Ernst Ludwig Kirchner, Stehender Geiger (Gustav Häusermann), 1926, Auktion 923 Moderne Kunst, Lot 133

Tuschpinselzeichnung auf dünnem Karton 50,4 x 34,3 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert E K Kirchner 26. Rückseitig mit einem Sammlerstempel (nicht bei Lugt).

Provenance

ehemals Pfälzische Privatsammlung, seitdem in Familienbesitz

Am 15. Februar 1927 notiert Kirchner in sein Tagebuch:

"Der junge Geiger Häusermann ist nun abgereist. Schade, ich hatte ihn gern." (Lothar Grisebach (Hg.), Ernst Ludwig Kirchners Davoser Tagebuch, Stuttgart 1997, S. 150).

Der 1903 geborene Gustav Häusermann kam 1926 als Patient in das Sanatorium Clavadel. Durch den Chefarzt des Sanatoriums, dem mit Kirchner befreundeten Heinrich Staub, lernte er den Künstler kennen. Nach seiner Entlassung aus dem Sanatorium zog der Geiger für eine Zeit zu der auch mit Kirchner befreundeten Elsa Bosshart, Witwe von Jakob Bosshart, dessen Buch mit Erzählungen "Neben der Heerstraße" Kirchner 1923 mit 24 Holzschnitten (Dube 308-331) schmückte. Bei Frau Bosshart traf der Musiker dann oft mit dem Künstler zusammen und mit ihr folgte er Einladungen in das Kirchnerhaus.

Häusermann wurde zweimal von Kirchner in Öl portraitiert ("Der Geiger Häusermann I " und "II", Gordon 869 bzw. 870), ferner gibt es einen Holzschnitt (Dube 590), eine Radierung (D. 565) und eine Lithographie (D. 436) zu dem Musiker. In allen Darstellungen steht Gustav Häusermann Geige spielend und trägt einen auffälligen Pullover mit quadriertem Muster. Gordon erwähnt darüber hinaus auch eine Tuschpinselzeichnung (ehemals E. u. A. Silberman Galleries, New York, o.Abb.).

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