Tribal Art

Indonesischer
Ohrschmuck
Indonesischer
Ohrschmuck

PAIR OF DAYAK
EARPLUGS

 

Schätzpreis:
€ 600 – € 800
Ergebnis:
€ 3.000

Auf dem vergilbten Label der Plugs steht der Satz: “Oorsieraden van ijzerhout in gebruik van de Embaloek Dajaks. De gaten in oorlellen zijn zoo groot dat daar klosjes juist in passen”: Die Plugs aus Eisenholz werden von den Embaloek Dayak genutzt. Die Löcher in deren Ohrläppchen sind so groß, dass die Ringe perfekt passen.

Kalimantan, Indonesien,
Breite 4,5 cm
Schutz vor dem
Hiebmesser
Schutz vor dem
Hiebmesser

wahrscheinlich Kalimantan, Indonesien,
Höhe 66 cm

KALIMANTAN SHIELD

 

Schätzpreis:
€ 4.000 – € 6.000
Ergebnis:
€ 42.000
Bärtige
Maskerade
Bärtige
Maskerade

UPPER XINGU RIVER MASK

 

Schätzpreis:
€ 3.000 – € 5.000
Ergebnis:
€ 38.000

Eine fast identische Version dieser Maske befindet sich im Pariser Musée du quai Branly – Jacques Chirac und wird den Wauja oder Waurà zugeschrieben. Dem Museum zufolge diente das Objekt dazu, die Kranken zu heilen, in dem der Träger der Maske jene Geister und Schatten verfolgte, welche die Krankheit ausgelöst hatten.

Wahrscheinlich Wauja (Waurà),
Brasilien, Höhe 50 cm
Geheimnisvolle
Traditionen
Geheimnisvolle
Traditionen

Neubritannien, Papua-Neuguinea,
Höhe 60 cm

TOLAI DANCE WAND

 

Schätzpreis:
€ 10.000 – € 15.000
Ergebnis:
€ 57.000

 

Eine atemberaubend präzise Bemalung.

Dr. Ingrid Gilgenmann über

KÖNIGLICHE FUSSSCHALE MIT BOTANISCHEM DEKOR

 

Schätzpreis:
€ 10.000 – € 15.000
Ergebnis:
€ 16.000

Dr. Ingrid Gilgenmann, Expertin für Kunstgewerbe
T +49 221 925729-20 | gilgenmann@lempertz.com

Porzellan, Emaildekor, Vergoldung,
Höhe 16,4, Durchmesser 27,4 cm,
Berlin, KPM, um 1809 – 1813, der Dekor wohl nach einer
Vorlage von Gottfried Wilhelm Völcker

„Die Schale ist ein Paradebeispiel für preußische Perfektion. In den richtigen Proportionen, um von zwei Handflächen bequem umfasst zu werden, bietet sie eine elegante Farbkombination und eine atemberaubend präzise Bemalung. Perfektion fasziniert. Sie ist in Kunstobjekten möglich, vor allem in einem Material wie Porzellan, das sich durch Feinheit und Glätte auszeichnet und ein perfekter Träger für Emailfarben ist. Ich bin gebannt von den Farbfonds, vor denen die detailgetreu gemalten Pflanzenranken für immer blühen. Und mir gefällt auch das allegorische Spiel zwischen Vergänglichkeit und unsterblicher Schönheit – ein Vanitasmotiv in Porzellan modelliert.“

Was ich mir vor Beginn einer Spray-Arbeit vorstelle, sieht ganz anders aus als das, was ich dann wirklich mache. Ich mag vorher schlaue Ideen haben, aber wenn ich es dann tue, führe ich nicht einfach meine geistigen Vorstellungen aus. Alles, was ich in meinem Bild tue, beruht auf einem bestimmten Gedanken, dem sich der nächste anschließt und so weiter – deshalb ist es so ganz anders als Fotografie.

Katharina Grosse im Gespräch mit Jonathan Watkins, Wie man mit dem Malen anfängt und aufhört, in: Susanne Böller (Hg.), Cool Puppen, Der weisse Saal trifft sich im Wald, Ich wüsste jetzt nichts, Ausst.Kat., Ikon Gallery, Birmingham u.a., Wolfratshausen 2002, S.27