Moderne
Kunst

Der prächtige
Garten
Der prächtige
Garten

Max Liebermann
BLUMENSTAUDEN IM NUTZGARTEN NACH SÜDWESTEN

 

Schätzpreis:
€ 400.000 – € 450.000
Ergebnis:
€ 916.000
Öl auf Leinwand,
71,5 x 94,5 cm, 1926

Im Jahr 1909 erwirbt Max Liebermann ein Grundstück am Ufer des Großen Wannsees und beauftragt die Errichtung eines zweigeschossigen Landhauses samt Gartenanlagen. Liebermann wird seine Gartenpracht aus Hecken, Sträuchern und Bäumen über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder malen. Von Beginn an entsteht hier fernab seines Ateliers am Pariser Platz eine neue Facette seines umfangreichen Werks: Je mehr der Künstler mit seinem Grün am Wannsee vertraut wird, umso freier und leichter wird sein malerischer Blick auf diesen Ort der Ruhe.

 

Überwiegt in anfänglich entstehenden ‘Porträts’ der Gartenlandschaft noch der für Liebermann so typische, am französischen Impressionismus angelehnte Malduktus, so schwenkt er Mitte der 1920er Jahre immer mehr zu einer nahezu fauvistischen Palette. Der Garten und die über hundert Bilder, die hier entstehen, zeigen den Weg des Künstlers – und führen tief hinein in Liebermanns Wannseeparadies jenseits der Großstadt.

Ausstellungshinweis:
Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin
Max Liebermann und Paul Klee
Bilder von Gärten
10. Juni – 17. September 2018

Max Liebermann
BLUMENSTAUDEN IM NUTZGARTEN NACH SÜDWESTEN

 

Schätzpreis:
€ 400.000 – € 450.000
Ergebnis:
€ 916.000
Öl auf Leinwand,
71,5 x 94,5 cm, 1926

Im Jahr 1909 erwirbt Max Liebermann ein Grundstück am Ufer des Großen Wannsees und beauftragt die Errichtung eines zweigeschossigen Landhauses samt Gartenanlagen. Liebermann wird seine Gartenpracht aus Hecken, Sträuchern und Bäumen über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder malen. Von Beginn an entsteht hier fernab seines Ateliers am Pariser Platz eine neue Facette seines umfangreichen Werks: Je mehr der Künstler mit seinem Grün am Wannsee vertraut wird, umso freier und leichter wird sein malerischer Blick auf diesen Ort der Ruhe.

 

Überwiegt in anfänglich entstehenden ‘Porträts’ der Gartenlandschaft noch der für Liebermann so typische, am französischen Impressionismus angelehnte Malduktus, so schwenkt er Mitte der 1920er Jahre immer mehr zu einer nahezu fauvistischen Palette. Der Garten und die über hundert Bilder, die hier entstehen, zeigen den Weg des Künstlers – und führen tief hinein in Liebermanns Wannseeparadies jenseits der Großstadt.

Ausstellungshinweis:
Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin
Max Liebermann und Paul Klee
Bilder von Gärten
10. Juni – 17. September 2018
Eine einzigartige
Grazie
Eine einzigartige
Grazie

Terrakotta,
Höhe 43 cm, Breite 41,5 cm, Tiefe 21 cm,
1912 – 1914

Wilhelm Lehmbruck
BÜSTE DER ­KNIENDEN (GENEIGTER FRAUENKOPF)

 

Schätzpreis:
€ 250.000 – € 300.000
Ergebnis:
€ 628.000

Terrakotta, Höhe 43 cm, Breite 41,5 cm,
Tiefe 21 cm, 1912 – 1914

Wilhelm Lehmbruck
BÜSTE DER ­KNIENDEN (GENEIGTER FRAUENKOPF)

 

Schätzpreis:
€ 250.000 – € 300.000
Ergebnis:
€ 628.000

Nach dem Abstrakten TROPFENKETTEN-Gemälde von Ernst Wilhelm Nay dürfte das interessanteste und mit 628.000 Euro entsprechend honorierte Stück aber Wilhelm Lehmbrucks Terrakotta BÜSTE DER KNIENDEN (GENEIGTER FRAUENKOPF) sein. Die 1912 bis 1914 datierte, zu Lebzeiten geformte Skulptur, die sich u.a. in der Sammlung des jüdischen Bankiers Hugo Simon befand, geht nun in den Besitz einer angesehenen deutschen Privatsammlung.

Handelsblatt, 8. Juni 2018

Nach dem Abstrakten TROPFENKETTEN-Gemälde von Ernst Wilhelm Nay dürfte das interessanteste und mit 628.000 Euro entsprechend honorierte Stück aber Wilhelm Lehmbrucks Terrakotta BÜSTE DER KNIENDEN (GENEIGTER FRAUENKOPF) sein. Die 1912 bis 1914 datierte, zu Lebzeiten geformte Skulptur, die sich u.a. in der Sammlung des jüdischen Bankiers Hugo Simon befand, geht nun in den Besitz einer angesehenen deutschen Privatsammlung.

Handelsblatt, 8. Juni 2018

Intonierte
Farbkomplexe
Intonierte
Farbkomplexe

Ernst Wilhelm Nay
MIT TROPFEN­KETTEN

 

Schätzpreis:
€ 150.000 – € 180.000
Ergebnis:
€ 372.000

Ernst Wilhelm Nay ist einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten Malerei Deutschlands der Nachkriegszeit. Einem Komponisten gleich entwickelt und variiert er meisterhaft seine Themen und Melodien, steigert sie zur äußersten Dramatik, entfaltet dabei Kadenzen und erfindet Farb- und Formkomplexe, deren bisweilen laute, dissonante Tonfolgen von gänzlich neuen, harmonischen Werkideen begleitet werden.

 

Nay spricht den Betrachter hier in diesem Werk über den Klang der kräftigen Farbakkorde an und provoziert Gefühle von Harmonie und Dissonanz zugleich. Was wir sehen, ist ein rhythmisch-expressives Gefüge aus Farben, Formen, Linien und schwarzen Punkten, jenen Tropfenketten, die zwar noch Assoziationen anklingen lassen, deren konkrete Zuordnung aber längst verstummt ist.

Öl auf Leinwand,
100,4 x 120,4 cm, 1952

Ernst Wilhelm Nay
MIT TROPFEN­KETTEN

 

Schätzpreis:
€ 150.000 – € 180.000
Ergebnis:
€ 372.000

Ernst Wilhelm Nay ist einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten Malerei Deutschlands der Nachkriegszeit. Einem Komponisten gleich entwickelt und variiert er meisterhaft seine Themen und Melodien, steigert sie zur äußersten Dramatik, entfaltet dabei Kadenzen und erfindet Farb- und Formkomplexe, deren bisweilen laute, dissonante Tonfolgen von gänzlich neuen, harmonischen Werkideen begleitet werden.

 

Nay spricht den Betrachter hier in diesem Werk über den Klang der kräftigen Farbakkorde an und provoziert Gefühle von Harmonie und Dissonanz zugleich. Was wir sehen, ist ein rhythmisch-expressives Gefüge aus Farben, Formen, Linien und schwarzen Punkten, jenen Tropfenketten, die zwar noch Assoziationen anklingen lassen, deren konkrete Zuordnung aber längst verstummt ist.

Öl auf Leinwand,
100,4 x 120,4 cm, 1952

 

Beinahe lakonisch zitiert Feininger den Pathos Caspar David Friedrichs.

Ansgar Lorenz über

Lyonel Feininger
UNTITLED (WOLKEN ÜBER DEM MEER MIT ZWEI FIGUREN AM STRAND)

 

Schätzpreis:
€ 25.000 – € 30.000
Ergebnis:
€ 32.000

Ansgar Lorenz, Experte für Moderne Kunst
T +49 (0) 221 925729-95 | lorenz@lempertz.com

Aquarell und Tuschfeder auf handgeschöpftem Papier,
22,9 x 29,4 cm, 1934

„In Lyonel Feiningers Werken aus der Zeit seines Abschieds aus Dessau vermittelt sich eine Atmosphäre von eindringlicher Intensität, die nicht zuletzt auf seine persönliche Situation nach Schließung des Bauhauses verweist. Motivisch ruft Feininger mit den beiden kleinen Figuren unter dramatisch-expressionistischer Wolkenkulisse die Landschaftskonzeptionen der deutschen Romantik auf. Beinahe lakonisch zitiert er den transzendentalen Pathos von Caspar David Friedrichs Rückenfiguren, die in der Hinwendung zueinander nunmehr ihren Status als Subjekt zurückzugewinnen scheinen. Feininger aktualisiert das epochemachende Motiv auf höchst subtile Weise und gelangt so zu einem komplexen Werk von in meinen Augen bemerkenswerter Qualität.“

Beinahe lakonisch zitiert Feininger den Pathos Caspar David Friedrichs.

Ansgar Lorenz über

Lyonel Feininger
UNTITLED (WOLKEN ÜBER DEM MEER MIT ZWEI FIGUREN AM STRAND)

 

Schätzpreis:
€ 25.000 – € 30.000
Ergebnis:
€ 32.000

Ansgar Lorenz, Experte für Moderne Kunst
T +49 (0) 221 925729-95
lorenz@lempertz.com

Aquarell und Tuschfeder auf
handgeschöpftem Papier,
22,9 x 29,4 cm, 1934

„In Lyonel Feiningers Werken aus der Zeit seines Abschieds aus Dessau vermittelt sich eine Atmosphäre von eindringlicher Intensität, die nicht zuletzt auf seine persönliche Situation nach Schließung des Bauhauses verweist. Motivisch ruft Feininger mit den beiden kleinen Figuren unter dramatisch-expressionistischer Wolkenkulisse die Landschaftskonzeptionen der deutschen Romantik auf. Beinahe lakonisch zitiert er den transzendentalen Pathos von Caspar David Friedrichs Rückenfiguren, die in der Hinwendung zueinander nunmehr ihren Status als Subjekt zurückzugewinnen scheinen. Feininger aktualisiert das epochemachende Motiv auf höchst subtile Weise und gelangt so zu einem komplexen Werk von in meinen Augen bemerkenswerter Qualität.“

Gegeneinander gesetzte
Farbflecken
Gegeneinander gesetzte
Farbflecken

Alexej von Jawlensky
MYSTISCHER KOPF: ERDE

 

Schätzpreis:
€ 200.000 – € 250.000
Ergebnis:
€ 285.000

Öl auf Karton,
35,7 x 29,6 cm, 1919

Alexej von Jawlensky
MYSTISCHER KOPF: ERDE

 

Schätzpreis:
€ 200.000 – € 250.000
Ergebnis:
€ 285.000

Öl auf Karton,
35,7 x 29,6 cm, 1919