Meet the
Makers

Carlotta Mascherpa in Mailand

Das Auktionshaus Lempertz hat weltweit zehn Repräsentanzen, angefangen mit dem Hauptsitz in Köln, weiteren Niederlassungen in großen europäischen Hauptstädten wie Paris und Brüssel, bis hin zu weitentfernten Städten wie São Paulo. Mit Meet the Makers reisen wir durch die internationale Welt von Lempertz und schauen mit den Experten hinter die Kulissen. Diesmal zeigt uns Carlotta Mascherpa die versteckten Schätze Mailands und erzählt von einem internationalen Auktionshaus das immer noch „nah am Menschen ist“.

Im Jahre 2014 fing ich bei Lempertz an und vertrete das Auktionshaus in Italien. Als Spezialistin für Alte Kunst fasziniert es mich, unbekannte Werke zu finden, sie zu untersuchen und leidenschaftlichen Sammlern anzubieten. Italien ist ein Land voller Schätze mit einer langjährigen Geschichte der Kunst und des Kunst Sammelns, wo es keine Seltenheit ist, Unerwartetes zu finden!

Milano. Carlotta at Santa Maria delle Grazie

Lempertz ist eines der renommiertesten Auktionshäuser Europas sowie weltweit – aber es ist immer noch ein Familienunternehmen: Es gibt ein kleines, ausgewähltes Team und die Direktoren kümmern sich persönlich um alle Belange des Auktionshauses. In einer Welt, in der alles globalisiert zu sein scheint, ist es schön, in einer solch familiären Atmosphäre zu arbeiten. Lempertz ist tatsächlich das „internationale Auktionshaus nah am Menschen“. Bei der Suche nach einem Standort in Italien, entschieden wir uns für Mailand, zum einen aus logistischen Gründen, zum anderen, da Mailand zu den bedeutendsten Zentren des internationalen Kunstmarktes zählt. Auf einer tieferen Ebene jedoch gibt es große Gemeinsamkeiten zwischen Lempertz und Mailand, die wir so passend fanden: Wir bevorzugen Inhalte gegenüber Imponiergehabe. Und wir kommen beide gleich auf den Punkt.

Im Vergleich zu anderen italienischen Städten ist Mailand weniger italienisch: Es hat einen eigenen Charme. Es ist nicht laut, aber voller versteckter Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Als eine durch und durch dynamische Stadt entwickelt sie sich stetig weiter, ohne jemals zu stagnieren. Momentan ist Mailand eine der interessantesten Städte der italienischen Kulturszene – und es war schon immer eine internationale Referenz für einen gehobenen Lebensstil.

Duomo di
Milano

Mailands symbolträchtigstes Wahrzeichen ist die Kathedrale. Die Stadt ist sternförmig angelegt mit der Kirche, ihrem Herzstück, als Mittelpunkt. Die Dombauhütte, die fabrica, blieb über Jahrhunderte geöffnet: Der erste Stein wurde 1385 gesetzt, die Kirche aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts fertiggestellt. Ich würde Ihnen auf jeden Fall empfehlen, die Dächer des Doms zu besichtigen, wo sie zwischen den Turmspitzen entlanglaufen und die wunderschöne Aussicht auf die Alpen und Apenninen genießen können.

Santa Maria
delle Grazie

Die Kirche Santa Maria delle Grazie ist eines der bekanntesten Monumente Mailands, weltweit berühmt für Leonardo da Vincis Letztes Abendmahl. Leonardo da Vinci war nicht der einzige Renaissance-Riese, der dort arbeitete: Unter Ludovico il Moro war der Architekt Donato Bramante verantwortlich für den Entwurf der Apsis, des Kreuzganges, der Empore und der alten Sakristei.

Il Museo del Novecento
di Milano

Das Museo del Novecento hat kürzlich, im Jahre 2010, eröffnet. Die Sammlungen, welche die Entwicklung der italienischen Kunst des letzten Jahrhunderts zeigen, sind im Palazzo dell’Arengario untergebracht, einem stadtbildprägenden Gebäude, unter anderen entworfen von Pier Giulio Magistretti und Piero Portaluppi. Die große geschwungene Treppe ist wahrscheinlich sein eindrucksvollstes architektonisches Kennzeichen, das einen starken funktionalen Zweck mit einem unverwechselbaren Design verbindet.

Corso
Magenta

Mailand ist eine kosmopolitische Metropole, aber sein historisches Zentrum, welches immer noch die Stadtgeschichte widerspiegelt, ist recht klein. Gegenden wie Brera oder 5VIE hinter dem Dom haben sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Hier sind immer noch kleine, unabhängige Geschäfte zu finden. Corso Magenta zum Beispiel bietet eine kleine Auswahl an historischen Lebensmittelläden, kleinen Cafés, hippen Geschäften, Denkmälern und Museen.

Fondazione
Prada

Im Jahre 2015 gegründet, ist die Fondazione Prada die neuste Attraktion der Stadt und ein Ausdruck des Mailands des Jahrtausendwechsels: Mehr als eine Kunstgalerie oder Ausstellungsraum repräsentiert es die intensive und bahnbrechende Seele der Stadt. Das muss man gesehen haben.