Auction 831, Moderne Kunst 4. Dez. 2002, 04.12.2002, 10:30, Köln Lote 585

Theo von Brockhusen, Bauernhäuser

Theo von Brockhusen, Bauernhäuser, 1918, Auktion 831 Moderne Kunst 4. Dez. 2002, Lot 585

Öl auf Leinwand, doubliert 57 x 72,5 cm, gerahmt. Rückseitig auf der oberen Keilrahmenleiste mit schwarzem Stift signiert, datiert und betitelt Theo von Brockhusen 1918. Bauernhäuser sowie mit der Nr. 435/74 versehen.

Die in starker perspektivischer Verkürzung in das Bildzentrum führende Straße, der flammende kurze Pinselstrich und die im Auftrag beinahe unvermischt gesetzten Farben verraten Brockhusens Begeisterung für das Werk Vincent van Goghs. In den Jahren zuvor hatte er als Mitglied und zeitweiliger Vorstand der Berliner Sezession Max Liebermanns Malerei nahegestanden und Ansichten von den belgischen und holländischen Dünenlandschaften bevorzugt. Brockhusen arbeitete mit dem Kunsthändler Paul Cassirer und ab 1918 mit der Galerie Ferdinand Möller zusammen. Zu der Sezessionsausstellung 1918 hieß es in der Kritik: "[...]'Plietzsch konstatiert: Brockhusen zeigt wieder weite und tiefe Landschaften, deren wuchtiges Liniengefüge durch darüber hinstürzende helle Lichtströme aufgelockert wird. Es sind ein paar sehr schöne Bilder darunter, die bei aller leidenschaftlichen Erregtheit der Malerei ruhevoll wirken und deren starke Farbigkeit zu einer gesättigten Harmonie zusammenklingt'. Auch Kurth empfindet die Bilder Brockhusens als stark: 'Die exzentrischen Lichtaufwallungen, zu denen van Gogh seine Palette geführt hatte, haben ein beruhigteres Maß gefunden und die herbe Einfachheit seiner Naturauffassung eine sichere Begleitung.'''(zit. nach Theo von Brockhusen (1882-1919), Ein Maler zwischen Impressionismus und Expressionismus, Ausst. Kat. Regensburg/Berlin (Museum Ostdeutsche Galerie/Stiftung Stadtmuseum), S. 58 f.)

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