Auction 910, Moderne Kunst, 28.11.2007, 00:00, Köln Veilingitem 28

Hermann Blumenthal, Zwei Frauen

Hermann Blumenthal, Zwei Frauen, 1934, Auktion 910 Moderne Kunst, Lot 28

Bronzerelief. Höhe 57,1 cm. In der unteren rechten Ecke mit dem Giesserstempel "H. NOACK BERLIN FRIEDENAU" bezeichnet. Sehr selten; einer von ledlich 6 Güssen in Privatbesitz (neben dem Exemplar im Nachlaß des Künstlers). - Mit ungleichmäßig nachgedunkelter bronzefarben-brauner Patina.

Isermeyer R 17,5

Exposities

Berlin 1947 (Haus am Waldsee), Hermann Blumenthal

"Zwei Frauen" gehört zu einem Zyklus von ursprünglich vermutlich neun Reliefs (von denen bisher nur acht bekannt geworden sind), die Blumenthals Beitrag zum Wettbewerb "Junge deutsche Kunst" des Folkwang Museums Essen darstellen. Dieser Wettbewerb war ausgeschrieben worden, um den runden Raum mit dem Knabenbrunnen von George Minne neu zu gestalten, nachdem der dort Anfang 1931 installierte und heute verschollene Zyklus von Oskar Schlemmer (9 Gemälde mit Jünglingsfiguren im Format 236 x 160 cm) durch die Nationalsozialisten entfernt worden war. Hermann Blumenthal, der den abgehängten Zyklus Oskar Schlemmers und seinen Aufstellungsraum sehr gut kannte, hielt sich mit seinen Kompositionen an den Geist dieser Bilder und des genius loci; er entwarf die Reliefs als Gipsplastiken, die auf das Format der Schlemmer'schen Gemälde vergrößert werden sollten. Dazu kam es aber nicht, denn den Wettbewerb gewann der heute unbekannte Berliner Bildhauer Heinz Wahl.

Nach den Gipsreliefs wurden jeweils ein bis sieben Exemplare in Bronze, einige auch in Zink, gegossen

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