Salgado, Sebastiao

Sebastiao Salgado

Sebastiao Salgado - Îles Malouines

Sebastião Salgado ist unter den Fotokünstlern der Mann mit dem langen Atem. Die Projekte des Brasilianers erstrecken sich oft über viele Monate und Jahre, erzählen eine Geschichte, die der engagierte Künstler mit viel Geduld und Einfühlvermögen in langsamen Schritten aufdeckt.

Sebastiao Salgado - Wirtschaftswissenschaftler, Widerständler und Fotograf

Sebastião Salgado wurde am 8. Februar 1944 in Aimorés, Brasilien, geboren und verbrachte seine Kindheit auf dem Landgut seiner Eltern. Von 1963 bis 1967 studierte er an der Universität von São Paolo Wirtschaftswissenschaft und erwarb seinen Master of Arts. Im Anschluss an das Studium heiratete Sebastião Salgado die Pianistin Lélia Deluiz Wanick, die ihm zu einer wichtigen Stütze wurde und später nahezu sämtliche seiner Bildbände herausgab. Zuvor aber engagierten sich beide gegen die in Brasilien herrschende Militärdiktatur, verkehrten in den Kreisen um den linken Studentenführer Carlos Marighella und mussten schließlich im Jahr 1969 nach Paris fliehen. Dort promovierte Salgado in Wirtschaftswissenschaft, ging nach London und fand dort Anstellung in der Verwaltung der Internationalen Kaffeeorganisation. Im Zuge dieser Tätigkeit unternahm er zahlreiche Geschäftsreisen, unter anderem nach Afrika. Dort begann er, mit der Leica-Kamera seiner Frau zu experimentieren und entdeckte seine Begabung für die Fotografie.

Die Fotografie als universale Sprache gegen das Vergessen

Sebastião Salgado betrachtet die Fotografie als wunderbar einfache Sprache, mit der er ohne Umschweife seine eigenen Erfahrungen und Entdeckungen anderen vermitteln kann. Als Mitglied er renommierten Agentur Magnum, der er seit 1979 angehörte, gelang ihm die fotografische Dokumentation von John Hinckleys Mordanschlag auf den US-Präsidenten Ronald Reagan. Die dabei entstandenen Fotos brachten ihm genügend Geld ein, um seine eigenen Projekte zu finanzieren. Das erste große Sujet von Sebastião Salgado waren die Armen und Rechtlosen an der unteren Skala der menschlichen Gesellschaft, deren trostloses Dasein er in einer Reihe beeindruckender und anrührender Schwarz-Weiß-Aufnahmen festhielt. Er dokumentierte den harten Alltag brasilianischer Goldschürfer und die gefahrvollen Löscharbeiten auf den brennenden Ölfeldern von Kuwait. Gegen das Vergessen und Übersehen stellte sich Sebastião Salgado auf der ganzen Welt den schrecklichen Konflikten, fotografierte das Leid der Menschen im jugoslawischen Bürgerkrieg und während des Völkermords in Ruanda. Die stets in schwarz-weiß gehaltenen Aufnahmen zeigten die ungeheure Not ohne Schönfärbung aus großer Nähe, aber immer mit Respekt vor den Betroffenen.

Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies

Sebastião Salgado sieht in seiner Arbeit als Fotograf ein großes Privileg, das ihm die Möglichkeit biete, vor Ort zu sein und alles Bedeutende mit seinen eigenen Augen zu sehen und festzuhalten. Das Elend der Welt, das er so lange Jahre fulminant dokumentierte, konnte er irgendwann nicht mehr ertragen und er beschloss, sich neuen Motiven zuzuwenden: Im Rahmen seiner großen Bildererzählung Genesis machte er sich auf die Suche nach unberührten Zonen der Natur, wo kein menschlicher Eingriff zu sehen war, und hielt diese in großformatigen Schwarz-Weiß-Panoramen fest. Das Engagement für die Natur vollzieht Sebastião Salgado nicht nur mit der Kamera: Gemeinsam mit seiner Frau pflanzte er auf der Farm seiner Familie zweieinhalb Millionen Regenwaldbäume und schenkte das Land als Nationalpark seinem Heimatland. Auch in anderen Ländern setzte sich der Fotograf gegen Abholzung und für Wiederaufforstung ein.

Sebastião Salgado lebt mit seiner Frau in Paris.

Sebastiao Salgado Prices

Artist Artwork Price
Sebastiao Salgado Îles Malouines €9.920
Sebastiao Salgado Antarctica €9.920
Sebastiao Salgado Dinka Cattle Camp of Amak, Southern Sudan €8.680
Sebastiao Salgado Cast of Thousands, Serra Pelada, Brazil €7.440
Sebastiao Salgado Antarctica €6.466

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