Fragen an Erika Kiffl

19.09.2017

"Als Fotografin schätze ich die […] Möglichkeit, den Moment zu bannen. Mein Leben als Archiv." Interview mit der Künstlerin Erika Kiffl.

Was sind in Ihren Augen die wichtigsten Kunsthighlights 2017? 

ek: Die Documenta, Athen, Kassel und Radio. Der Versuch den eurozentrierten Blick auf die Kunst zu verändern sowie Francis Kéré, Serpentine Gallery Pavillon, London.

Welcher Weg führte Sie zur Kunst. Gab es dabei für Sie ein besonderes Kunst-Schlüsselerlebnis? 

ek: Gespräche mit Künstlern seit meiner Zeit an der Werkkunstschule Krefeld 1958/59 und an der Kunstakademie Düsseldorf 1960 mit Günther Uecker, Konrad Klapheck, Gotthard Graubner, Gerhard Richter, Markus Lüpertz

Gab es darüber hinaus Leitfiguren, Vorbilder oder Idole, die einen Einfluss auf Ihre künstlerische Entwicklung hatten? 

ek: Die Fotos von André Kertész und die Lichtbilder von Rudolf Lichtsteiner. Die Begegnung mit dem Medienkünstler Nam June Paik 1962 anlässlich seiner Aktion auf der Bühne der Kammerspiele Düsseldorf. 

Als Fotografin schätze ich die […] Möglichkeit, den Moment zu bannen. Mein Leben als Archiv.

Was reizt Sie an der von Ihnen gewählten Technik und welche Vorteile bietet Sie Ihnen? 

ek: Als Fotografin schätze ich die analoge Fotografie und die Möglichkeit, den Moment zu bannen. Mein Leben als Archiv.

Was sind Ihre Intentionen? Wie gehen Sie vor, wenn Sie mit einem Werk beginnen? 

ek: Ich habe von Anfang an als Chronistin gearbeitet „work in process“.

Beschreiben Sie uns wie ein typischer Arbeitstag aussieht? 

ek: Atmen, Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Lernen.

Woran arbeiten Sie im Augenblick? 

ek: Da ich zu den Gründungsmitgliedern des Archivs AFORK (Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene) im Museum Kunstpalast gehöre, hat sich meine Energie darauf gerichtet dieses Archiv mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. 

Was erhoffen Sie sich für Ihre Zukunft? Gibt es Projekte oder Kooperationen, die Sie gerne realisieren möchten?

ek: Mehr Platz, mehr Raum für Ausstellungen der Fotografie im Museum Kunstpalast Düsseldorf.

Sammeln Sie selber Kunst? Können Sie sich an das erste Kunstwerk erinnern, welches Sie erworben haben? 

ek: Mein Lebensmotto seit der Vertreibung aus meiner Heimat ist „SEIN nicht HABEN“.

Was würden Sie gerne jungen Kunstinteressierten und Sammlern mit auf den Weg geben?

ek: Leidenschaft für die Kunst entwickeln, sich ein eigenes Urteil bilden und nicht den Parolen der Mitmenschen folgen. Sei Du selbst und übernimm die Verantwortung für Dich, Deine Handlungen, Dein Leben.

lempertz:projects

Die Werke von Erika Kiffl werden im Rahmen unserer Auktion lempertz:projects versteigert.

Unser Auktionsformat lempertz:projects findet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt und verstärkt als Sonderauktion unser diesjähriges Auktionsangebot zeitgenössischer Kunst.

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