Sir Joshua Reynolds

Geburtsdatum/-ort

16. Juli 1723, Plympton, Plymouth, Vereinigtes Königreich

Todestag/-ort

23. Februar 1792, Leicester Square, London, Vereinigtes Königreich

Sir Joshua Reynolds - BILDNIS MRS. MEYRICK
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Sir Joshua Reynolds Biografie

Joshua Reynolds führte die Kunst Englands auf neue Höhen und wurde zu einem der einflussreichsten englischen Maler des 18. Jahrhunderts. Als erster Präsident der Royal Academy of Arts prägte er nachhaltig das Kunstverständnis seiner Zeitgenossen.

Joshua Reynolds – Lehre bei Thomas Hudson und Studium der alten Meister

Joshua Reynolds wurde am 16. Juli 1723 in Plympton bei Plymouth in der englischen Grafschaft Devon als Sohn eines Geistlichen und Schulleiters geboren. Seine ältere Schwester, die Schriftstellerin Mary Palmer, hegte eine Vorliebe für die bildenden Künste und förderte die Begabung ihres Bruders; sie übernahm die Hälfte der Kosten seiner Lehrzeit bei dem angesehenen Londoner Porträtmaler Thomas Hudson. Vier Jahre sollte Joshua Reynolds bei Hudson in die Lehre gehen, doch schon nach zweieinhalb Jahren gab es nichts mehr, was der altgediente Meister seinem hochbegabten Schüler hätte beibringen können. Eine Zeit lang versuchte sich Reynolds als selbstständiger Porträtmaler in Plymouth, wo er nach dem Tod seines Vaters mit seinen Schwestern in einem gemeinsamen Haushalt lebte. 1749 begleitete er den britischen Marineoffizier Augustus Keppel auf dessen Fahrt durchs Mittelmeer; im Anschluss bereiste er auf eigene Faust und wiederum mit finanzieller Unterstützung seiner Schwester Italien, um dort die alten Meister zu studieren, besonders Raffael und Michelangelo.

Der »Grand Style« brachte Englands Malerei zu neuer Blüte

Joshua Reynolds entwickelte mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht vor den alten Meistern seinen eigenen »Grand Style«. Als Lord Edgcumbe, ein väterlicher Freund aus Kindheitstagen, den Vorschlag machte, Reynolds möge in Italien bei dem Porträtmaler Pompeo Batoni in die Lehre gehen, erklärte der selbstbewusste junge Maler nur, er könne auch von diesem nichts mehr lernen. Überhaupt wollte Joshua Reynolds die englische Malerei des 18. Jahrhunderts aus dem Schatten der übermächtigen italienischen und französischen Künstler herausführen und vor allem die heimische Historienmalerei, die zu dieser Zeit außer James Thornhill kaum ein englischer Maler erfolgreich pflegte, zu erneuern. Zu diesem Zweck reicherte er seine Porträts mit historischen Elementen an und erreichte damit eine Idealisierung und Erhöhung der Porträtierten, was diesen sehr schmeichelte und seiner eigenen Beliebtheit zupasskam. Joshua Reynolds war so beliebt, dass selbst König Georg III., der persönlich mit dem Künstler nicht viel anzufangen wusste, sich genötigt sah, ihn zum ersten Präsidenten der neu gegründeten Royal Academy of Arts zu ernennen und ein Jahr später sogar in den Adelsstand zu erheben; 1784 wurde Reynolds schließlich zum Hofmaler ernannt.

Reynolds Kunstdiskurse prägten die englische Kunstwelt

Joshua Reynolds war ein fleißiger Arbeiter, der sich nur selten freie Zeit gönnte. Mit Verve beteiligte er sich am akademischen Diskurs, sein Kunstverständnis prägte über Jahre hinweg die englische Kunsttheorie und drang tief ins kollektive Bewusstsein vor. Noch Sir Arthur Conan Doyle ließ mehr als ein Jahrhundert später seinen Detektiv Sherlock Holmes in Der Hund der Baskervilles auf Joshua Reynolds Bezug nehmen. In seinen letzten Lebensjahren hinderte die Erblindung seines linken Auges Reynolds an der Fortsetzung seiner Arbeit. Das Gehör des Malers war schon seit seiner ersten Romreise infolge einer schweren Erkältung eingeschränkt, weshalb er auf Bildern häufig mit einem kleinen Hörrohr zu sehen ist. Während die Rezeption seines künstlerischen Gesamtwerks heute bisweilen ein wenig unter dem Makel des Eklektizismus leidet, werden insbesondere seine Kinderporträts für ihre Frische und Unschuld gerühmt.

Joshua Reynolds starb am 23. Februar 1792 in London.

© Kunsthaus Lempertz

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