Schwaben um 1500 - Hl. Ritter

Schwaben um 1500 - Hl. Ritter - image-1
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Schwaben um 1500

Hl. Ritter

Lindenholz, vollrund und teilweise freiplastisch geschnitzt, im Bereich des Rückens abgeflacht und ausgehöhlt. Große Reste der wohl originalen farbigen Fassung. Auf Vorder- und Unteransicht gestaltete große und qualitätvolle Figur eines Heiligen in der vollständigen Rüstung eines Ritters, der an seiner Halskette den Orden vom Goldenen Vlies trägt. Die Skulptur wurde in der Auktion bei Hugo Helbing 1930 als "Hl. Florian" beschrieben, die zugehörige Abbildung im Auktionskatalog zeigt als Attribute des Heiligen die brennende Kirche neben seinem Standbein sowie den Wassereimer in seiner rechten Hand. Diese (vielleicht nicht ursprüngliche zugehörigen?) Attribute waren bereits 1938 nicht mehr erhalten, stattdessen wurde die Plinthe ergänzt. Stilistisch ist die Skulptur mit schwäbischen und Ulmer Meisterwerken aus dem Ende des 15. Jahrhunderts zu vergleichen, wie zum Beispiel mit dem "Hl. Georg" im Londoner Victoria and Albert Museum (Inv. Nr. A.26-193).
Vertikaler Riss auf der Rückseite von Kopf, Rücken und Plinthe. Linker Teil der Plinthe seitlich des Standbeins ergänzt. Höhe 127,5 cm.

Provenienz

Versteigerung bei Hugo Helbing, Frankfurt am Main, 9.-10.12.1930, Lot 105, Abb. Taf. 7. - Süddeutsche Privatsammlung. - Deren Versteigerung in der 395. Lempertz-Auktion, Köln, 11.3.1938, Lot 16, Abb. Taf. 6.

Literaturhinweise

Zu dem Vergleich siehe Norbert Jopek: German Sculpture 1430-1540. A Catalogue of the Collection in the Victoria and Albert Museum, London 2002, S. 76, Nr. 28 mit Abb.

Lot 1008 Dα

Schätzpreis:
80.000 € - 100.000 €

Ergebnis:
97.600 €