Teller aus dem Service Pêches

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Teller aus dem Service Pêches

Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, kobaltblauer Fond, bemalt mit Platin und Gold. Modell assiette plate. Spiegelfüllende, fein gemalte Darstellung des Sardienfangs bei Lorient, benannt "Pêche de la Sardine." Um das Steigbord ein Netzband mit Meerestieren. Auf der Fahne maritime Trophäen und fliegende Möwen zwischen Korallenzweigen. Verso beschriftet: "Les Pêcheurs de la barque du premier plan, tendent leur filets et jettent de la rogue. (appât fait d´oeufs d Nborne) pour emmailler la sardine qui est tribord, le bateau suivant relêve son appareil." Unten signiert "L. Garneray". Blaue Stempelmarke ligiertes LP 1840, grüne Malermarke D.1.s f.s. 39. SF, goldenes Malerzeichen NJ (?) und M für Jean-Louis Moyez, purpurne Malermarke L.G.Y., Ritzzeichen a.c. 38-6. D 24,2 cm.
Sèvres, 1840, nach einem Motiv von Ambroise Louis Garneray.

Das Service Pêches wurde am 1. Mai 1840 erstmals vorgestellt mit sieben Tellern, von denen jeder ein anderes Motiv aufwies. Die Vorlagen für die Motive lieferte Ambroise Louis Garneray (1783 - 1857), ein Marinemaler und Kupferstecher mit einem abenteuerlichen Lebenswandel. Sein Vater war Schüler von Jacques Louis David. Den jungen Ambroise hielt wenig in Frankreich. Schon im Alter von 13 Jahren heuerte er auf einem Schiff an und reiste nach Indien. Auf der Belle Poule geriet er 1806 in britische Gefangenschaft. Nach dem Sturz Napoleons zurück in Frankreich begann seine Malerkarriere, die ihn auch nach Sèvres führte, wo man seinen Sujets großes Interesse entgegenbrachte. Im Oktober 1838 unterschrieb er einen Vertrag mit der Porzellanmanufaktur, zunächst für das Service Marine. Das Service Pêches wurde 1846 ausgeweitet auf das Thema Pêches maritimes. Man konnte jetzt nicht nur Teller dieses Motivs erwerben sondern auch Compotières und muschelförmige Schalen. Es blieb bis mindestens 1852 in Produktion.

Provenienz

Chayette & Cheval Paris am 20. Februar 2009, Lot 116.

Lot 78 Dα

Schätzpreis:
4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:
5.625 €