Behrens, Peter

Geburtsdatum/-ort

14. April 1868 in Hamburg

Todestag/-ort

27. Februar 1940 in Berlin

Perkolator Nr. 44610 -
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Peter Behrens gehörte zu den ersten Künstlern, die sich darum bemühten, Kunst und Technik in Einklang zu bringen. Mit seinem innovativen Verständnis der industriellen Formgebung verdiente er sich den Rang eines der bedeutendsten Industriedesigner des frühen 20. Jahrhunderts.

Peter Behrens - Erst Maler der Art nouveau, dann Architekt und Designer

Peter Behrens wurde am 14. April 1868 in Hamburg geboren. Als Sohn einer wohlhabenden Gutsbesitzerfamilie in Schleswig-Holstein erhielt er eine gute Ausbildung und konnte seine Neigungen zur Kunst schon früh verwirklichen: Er studierte Malerei in Karlsruhe, Düsseldorf und München. In Düsseldorf erhielt er Unterricht von Ferdinand Brütt, in München widmete er sich vor allem dem Jugendstil und beteiligte sich an der Gründung der Münchener Secession. Zu seinem Umgang zählten in dieser Zeit Künstlerpersönlichkeiten wie Lovis Corinth und Max Slevogt. Peter Behrens war einer der Mitgründer der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, die Freundschaft mit Otto Erich Hartleben ermöglichte ihm, seine Arbeiten in der Kunstzeitschrift PAN zu veröffentlichen. Das Kunsthandwerk nahm einen immer größeren Raum im Schaffen von Peter Behrens ein, während eines Aufenthalts in der Darmstädter Künstlerkolonie beschäftigte er sich zudem intensiv mit Architektur. Mit seinem Haus Behrens konnte er zwar die Öffentlichkeit überzeugen, rief allerdings auch den Widerspruch ausgebildeter Architekten hervor, die sich nicht damit abfinden wollten, dass ein Autodidakt derartige Meriten erwarb.

Spannungen mit der Akademie, Erfolge als Industriedesigner

Peter Behrens konnte sich bereits im Alter von 34 Jahren den gut dotierten Direktorenposten der Kunstgewerbeschule Düsseldorf verdienen, wobei er Mitbewerber wie Wilhelm Kreis und Martin Dülfer ausstach. Allerdings hatte er große Schwierigkeiten, sein Verständnis von Kunst gegen den übermächtigen Einfluss der benachbarten Düsseldorfer Kunstakademie zu behaupten. Unterstützt wurde er von Karl Ernst Osthaus, der ihm verschiedene Projekte, unter anderem das Krematorium in Hagen, vermittelte. Für die Linoleumfabrik von Gustav Gericke entwarf Peter Behrens das gesamte Erscheinungsbild. Ein weiteres Interessengebiet des Künstlers stellte die Typografie dar, mehrere Schrifttypen tragen seinen Namen. Zusammen mit Anna Simons schuf er 1908 den 16 Meter breiten, weltberühmten Schriftzug Dem deutschen Volke über dem Westportal des Berliner Reichstagsgebäudes. Entwurf und Anbringung waren heftige öffentliche Diskurse vorausgegangen, an denen selbst Kaiser Wilhelm II. seinen Anteil gehabt hatte; die eigentliche Anbringung im Jahr 1916 erfolgte dann im Schatten des Ersten Weltkriegs ohne große öffentliche Anteilnahme.

Fruchtbare und wegweisende Zusammenarbeit mit der AEG

Peter Behrens arbeitete in großem Umfang für die AEG, deren künstlerischem Beirat er angehörte. Dabei bemühte er sich um eine Reduktion der industriellen Architektur auf elementare Formen und trug zur Versachlichung des Bauwesens in Deutschland bei. An zahlreichen wichtigen Büro- und Industriebauten war Peter Behrens in den ersten Jahren des jungen 20. Jahrhunderts beteiligt, außerdem designte er zahlreiche Objekte, darunter Leuchten, Kaffeemaschinen und Uhren. Mit seinem Entwurf der Deutschen Botschaft in Sankt Petersburg rief er in Deutschland viel Beifall hervor, musste sich international aber den Vorwurf einer zu teutonischen Fassade gefallen lassen. Seiner wachsenden Reputation tat dies aber keinen Abbruch; in den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bemühte er sich vor allem um sparsame Bauverfahren. In der Spätphase seines Werks übernahm er zahlreiche städtebauliche Aufgaben im wachsenden Berlin.

Peter Behrens starb am 27. Februar 1940 in Berlin.

© Kunsthaus Lempertz

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