Werner Berg

Geburtsdatum/-ort

11. April 1904, Elberfeld

Todestag/-ort

7. September 1981, St. Veit im Jauntal, Kärnten

Werner Berg - Kegelbuben
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Werner Berg Biografie

Werner Berg erkannte im einfachen Leben der Bauern an der slowenisch-österreichischen Grenze seinen persönlichen Schlüssel zur Kunst. Mit seinen Bildern wollte er den existenziellen Dingen nahe kommen, er schuf eine Chronik des bäuerlichen Alltags, zeigte Feldarbeit, Jahrmärkte, Kirchenbesuche und andere Szenen aus einer vormodernen Welt ohne Technik.

Werner Berg - Der Erste Weltkrieg behinderte die angestrebte Künstlerlaufbahn

Werner Berg wurde am 11. April 1904 in Elberfeld geboren. Er war das jüngste von vier Kindern einer wohlhabenden Familie, der Vater Techniker, die Mutter erfolgreiche Geschäftsfrau – eine ungewöhnliche Konstellation in dieser Zeit. Als Nesthäkchen konnte er sich den frühen Traum einer Künstlerlaufbahn erlauben, doch machte der Beginn des Ersten Weltkriegs diese Hoffnung zunichte. Ein Bruder fiel, ein anderer wurde vermisst, seine Schwester verlor ihren Verlobten und der Vater starb bereits im Jahr 1917 als gebrochener Mann. Werner Berg musste nun entgegen seiner ursprünglichen Absicht eine Handelslehre absolvieren. Diese ging später in ein Studium über, das ihn nach Wien zu dem bedeutenden Ökonomen Othmar Spann führte. Dort lernte er Amalie Kuster, genannt Mauki kennen, eine wahre Geistesverwandte, die er später heiratete. Sie unterstützte ihn, als er schließlich doch ein Kunststudium begann, zunächst bei Karl Sterrer, doch abgestoßen von dessen akademischer Strenge erfolgte bald der Wechsel zu Karl Caspar nach München.

Auf dem Rutarhof wollte Werner Berg Landwirt und Künstler sein

Werner Berg war schon als Kind mit Vorliebe durch die ländliche Umgebung Elberfelds gestreift und hatte die ansässigen Bauernhöfe besucht. Diese Lebensweise strebte er nun für sich selbst an und wurde auch darin von seiner jungen Frau unterstützt. Das Paar erwarb den kleinen Rutarhof in Kärnten, wo es unter einfachsten Bedingungen ohne elektrischen Strom und fließendes Wasser bis hinein in die 1960er-Jahre lebte. Werner Berg wollte als Bauer leben und sich mit den Erträgen aus der Landwirtschaft vom Kunstbetrieb unabhängig machen. Mit der Akademie und ihren Lehren brach der Künstler bewusst und vollständig, sein malerischer Mentor und Förderer wurde Emil Nolde, der ihn 1932 nach Berlin einlud und mit Werner Scholz bekanntmachte. Obwohl Nolde seinem jungen Protegé erste Ausstellungen vermittelte, kam es Mitte der 1930er-Jahre zu einem bis heute unerklärten Bruch. Auch eine neu geschlossene Freundschaft mit Herbert Boeckl hatte keinen dauerhaften Bestand. Die wirtschaftliche Lage wurde zunehmend prekär, weil Berg als Bauer nicht genug erwirtschaftete und seine Bilder den Nazis als entartete Kunst galten.

Die Nachkriegsjahre brachten künstlerische und finanzielle Erfolge

Werner Berg ließ sich zum Sanitäter ausbilden, um damit einem Waffendienst während es Zweiten Weltkriegs zu entgehen. Tatsächlich wurde er als Heeressanitäter einberufen, musste aber letztlich als Kriegsmaler in Norwegen Dienst tun. Es entstanden einfühlsame, aufrüttelnde Darstellungen des Leides, das zum Alltag an der Front gehörte. Abgesehen davon malte er während dieser Zeit keinerlei Militärmotive, sondern konzentrierte sich vielmehr auf Landschaftsgemälde, die ihm später viel Beifall einbrachten. Der Dichter Michael Guttenbrunner unterstützte Werner Berg bei der Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft, doch zerbrach auch diese Freundschaft. Berg gewann nun aber zunehmend an Popularität und lockte Künstler wie Herbert Breiter, Paul Flora, Maria Lassnig und Arnulf Rainer auf den Rutarhof – und die Schriftstellerin Christine Lavant, mit der er unter den Augen seiner Frau ganz offen eine Affäre führte. Finanziell erlangte er durch zahlreiche Verkäufe allmählich Unabhängigkeit. Allein in der Wiener Kunstszene konnte er kaum Fuß fassen, weil sein einstiger Freund Boeckl gegen ihn agitierte. Künstlerisch entwickelte sich Berg in diesen Nachkriegsjahren zunehmend in Richtung einer abstrakten Malerei. Seine letzten Jahre verbrachte er zurückgezogen, aber äußerst produktiv.

Werner Berg starb am 7. September 1981 in St. Veit im Jauntal in Kärnten.

© Kunsthaus Lempertz

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Werner BergKegelbuben€157.500

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