Walter Gropius

Geburtsdatum/-ort

18. Mai 1883, Berlin

Todestag/-ort

5. Juli 1969, Boston, Massachusetts

Das Herrenzimmer von Walter Gropius und Adolf Meyer für Georg und Ilse Hanstein 
inkl. sechs Briefe von Walter Gropius and Adolf Meyer sowie die originalen Aufrisspläne im Maßstab 1:1 -
Das Herrenzimmer von Walter Gropius und Adolf Meyer für Georg und Ilse Hanstein inkl. sechs Briefe von Walter Gropius and Adolf Meyer sowie die originalen Aufrisspläne im Maßstab 1:1 -

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Walter Gropius Biografie

Walter Gropius ging als Gründer des Bauhauses in die Kunstgeschichte ein und prägte mit seinem ausgewiesenen Verständnis für Funktionalität die moderne Architektur in Deutschland. Dabei war sein Sinn für Pragmatismus und seine Priorisierung industrieller Abläufe nicht immer unumstritten.

Walter Gropius - Fehlendes Zeichentalent erschwerte den Zugang zur Architektur

Walter Gropius wurde am 18. Mai 1883 in Berlin geboren. Der Sohn eines preußischen Architekten und Baubeamten wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen auf und konnte sich schon früh mit den Feinheiten der Architektur auseinandersetzen. Ein entsprechendes Studium an den Technischen Hochschulen in München und Charlottenburg brach er 1908 allerdings vorzeitig ab, weil er sich nach eigenem Bekunden den zeichnerischen Anforderungen nicht gewachsen fühlte und dafür ständig Hilfe in Anspruch nehmen musste – eine Einschränkung, die er auch während seiner späteren Weltkarriere als Architekt nicht überwinden konnte. Der Kunstsammler Karl Ernst Osthaus vermittelte ihm dennoch eine Anstellung im Architekturbüro von Peter Behrens, in dem auch berühmte Kollegen wie Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier gearbeitet hatten. 1915 heiratete Walter Gropius Alma Mahler, die Witwe des Komponisten Gustav Mahler, mit der er bereits zu Lebzeiten ihres Mannes eine leidenschaftliche Affäre gepflegt hatte. Die Ehe wurde bereits fünf Jahre später wieder geschieden.

Als Direktor des Bauhauses wurde Gropius zu einer Ikone

Während des Ersten Weltkriegs musste Walter Gropius vier Jahre lang an der Westfront Dienst tun; er wurde schwer verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Den Krieg lehnte er durch diese Erfahrung entschieden ab. Walter Gropius schloss sich 1918 der Novembergruppe an, um den revolutionären Geist in die Kunst zu tragen, wobei er eine Vormachtstellung der Architektur postulierte. Obwohl Gropius gemeinsam mit César Klein und Adolf Behne zum Führungszirkel der Gruppe gehörte, ist sein diesbezügliches Engagement kaum bekannt – ganz im Gegensatz zu seiner Arbeit für das Bauhaus in Weimar, dessen Leitung er 1919 auf Anregung des belgisch-flämischen Architekten Henry van de Velde übernahm. Als Direktor des Bauhauses in Weimar und Dessau durchlief er die wichtigste Station seiner Karriere und prägte die deutsche wie auch internationale Kunstgeschichte, vor allem aber das Bauwesen. Er beschäftigte sich mit den ungelösten Problemen des Massenwohnbaus und war an dem ambitionierten Stadtplanungsprojekt Neues Frankfurt beteiligt. Bei seiner Planung berücksichtigte Gropius in hohem Maß auch die Anforderungen der Industrie und gewährleistete so eine möglichst rationale Bauweise, die nicht immer den Bedürfnissen der Bewohner und der Ästhetik Rechnung trugen.

Die Nationalsozialisten trieben Gropius in die Emigration

1925 heiratete Walter Gropius Ilse Frank, die für den Architekten ihren Verlobten verließ und als Ise Gropius die meisten seiner Texte verfasste. Die Ehe blieb trotz einer Affäre von Ise Gropius mit dem österreichischen Fotografen Herbert Beyer bis zum Tod von Walter Gropius bestehen. Mit dem deutschen Theaterintendanten Erwin Piscator bemühte sich Gropius um die Gestaltung eines Totaltheaters, in dem die Aufhebung der Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum angestrebt wurde. Die heftiger werdenden Anfeindungen der Nationalsozialisten gegenüber dem Bauhaus bewogen Walter Gropius, nach London zu emigrieren. Dort konnte er aus nächster Nähe die Isokon Flats seines kanadischen Kollegen Wells Coates studieren, in denen neben ihm selbst auch weitere Prominente wie Agatha Christie, Marcel Breuer und Laszlo Mohol Nagy wohnten. 1937 führte ihn sein Weg in die USA, wo als Professor in Cambridge lehrte und 1938 ein eigens für ihn errichtetes Wohnhaus bezog, das heute seinen Namen trägt und als National Historic Landmark zählt. Äußerst erfolgreich verlief die Zusammenarbeit mit Konrad Wachsmann, mit dem er unter anderem das berühmte General-Panel-System entwickelte. In den 1950er-Jahren führte Gropius auch wieder mehrere Aufträge in Berlin aus, darunter die Errichtung eines neungeschossigen Wohnblocks im Hansaviertel.

Walter Gropius starb am 5. Juli 1969 in Boston, Massachusetts.

© Kunsthaus Lempertz

Walter Gropius Preise

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Das Herrenzimmer von Walter Gropius und Adolf Meyer für Georg und Ilse Hanstein inkl. sechs Briefe von Walter Gropius and Adolf Meyer sowie die originalen Aufrisspläne im Maßstab 1:1€112.500

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