Eadweard Muybridge

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Eadweard Muybridge Biografie

Er war ein Pionier der Fotografie und legte den Grundstein für die Entwicklung des Kinos: Der englische Fotokünstler Eadweard Muybridge kann in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden; seine Werke sind nicht allein Ausdruck großer künstlerischer Tiefe, sondern auch wertvolle Zeugnisse der Geschichte.

Eadweard Muybridge - Ein Kohlenkind mit Königsnamen

Als Eadweard Muybridge am 9. April 1830 im englischen Kingston upon Thames geboren wurde, ließen seine Eltern, der Kohle- und Getreidehändler John Muggeridge und seine Frau Susanna, ganz konventionell Edward James in die Geburtsurkunde ihres Sohnes schreiben. In Kingston upon Thames, das sieben angelsächsischen Königen als Krönungsort gedient hatte, gab es jedoch einen Krönungsstein, auf dem Eduard der Ältere und Eduard der Märtyrer in der Schreibweise Eadweard aufgeführt waren – wahrscheinlich bezog Eadweard Muybridge daher die Inspiration für seine spätere Namensänderung. Als junger Mann wanderte er noch unter seinem alten Namen nach Amerika aus – mit der Hoffnung, dort sein Glück zu machen. Seiner Großmutter erklärte er beim Abschied selbstbewusst, sie würde nur dann wieder etwas von ihm hören, wenn seinem Vorhaben Erfolg beschieden wäre. Eadweard Muybridge hatte Erfolg – und wurde zu einem der größten Fotografen seiner Zeit. Dabei ist bis heute völlig unbekannt, wo und bei wem er sein Handwerk erlernt hat; sicher ist nur, dass Muybridge ursprünglich eine Karriere als Buchhändler und Verleger in San Francisco anstrebte. Nach einem schweren Unfall und einer kurzfristigen Rückkehr nach London änderte er seinen Namen und orientierte sich neu.

Die Entdeckung der Fotografie als Kunst

Als Eadweard Muybridge seine Laufbahn als Fotograf begann, galt die Fotografie noch längst nicht als eigene Kunstform, sondern lediglich als etwas exotisches Handwerk. Das Werk von Muybridge sollte diese Auffassung nachhaltig verändern. Die ersten Erfolge brachten Landschaftsaufnahmen, für die der Künstler alle möglichen Strapazen auf sich nahm, um die beste Perspektive zu finden – so ließ er sich mit seiner kilogrammschweren Ausrüstung in die Schluchten des Yosemite Valleys abseilen, um aus spektakulären Winkeln fotografieren zu können. Dabei ging er keineswegs zimperlich vor: Störende Details wurden kurzerhand beseitigt, im Weg stehende Bäume auch einmal gefällt. Die Fotos von Eadweard Muybridge waren komponiert wie aufwendige Gemälde, Kritik und Publikum reagierten begeistert und überschlugen sich mit Lobeshymnen. Dabei war er technisch seiner Zeit voraus: Konnte er mit seiner Kamera nicht alle Einzelheiten auf einem Bild unterbringen, kombinierte er einfach verschiedene Elemente und erstellte so täuschend echte Collagen – und das mehr als ein Jahrhundert vor der ersten Bildbearbeitungssoftware.

Fliegende Pferde und ein Mordprozess

Während seine Karriere steil nach oben führte, verlief das Privatleben Eadweard Muybridges weniger glatt: Seine Frau Flora, eine Retuscheurin, ging eine heimliche Liaison mit dem Minenarbeiter Harry Larkyns ein. Eadweard Muybridge schoss – diesmal nicht mit der Kamera, sondern mit einem Revolver; der Nebenbuhler starb. Im anschließenden Verfahren zeigte das Gericht Verständnis für die Motive Muybridges und sprach den Künstler frei. Muybridge nutzte diese Freiheit und trieb seine Kunst immer weiter auf die Spitze: Mit seiner Fotokunst hielt er nicht nur Augenblicke fest, sondern ganze Bewegungsabläufe. Für den kalifornischen Eisenbahn-Tycoon Leland Stanford installierte er ein komplexes System aus zwölf Kameras, mit dem er den rasenden Galopp eines Pferdes im Bild festhielt und damit erstmals den Beweis erbrachte, dass ein rennendes Pferd zeitweilig alle vier Beine gleichzeitig in der Luft halten kann. Den "fliegenden Pferden" folgten noch viele weitere Bilderserien, die den Ruhm von Eadweard Muybridge mehrten und ihn schließlich zu einem der einflussreichsten Fotokünstler der Geschichte machten. Im Jahr 1894 kehrte Eadweard Muybridge in seinen Heimatort Kingston upon Thames zurück, wo er noch zwei Lehrbücher verfasste, ehe er am 8. Mai 1904 an den Folgen einer Krebserkrankung starb.

© Kunsthaus Lempertz

Eadweard Muybridge Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Eadweard MuybridgeAnimal Locomotion, Plates 149, 252, 256, 266€2.618
Eadweard MuybridgeAnimal Locomotion, Plate 146€1.785
Eadweard MuybridgeAnimal Locomotion, Plate 705€1.547
Eadweard MuybridgeCricket, Overarm Bowling. Man in pelvis cloth throwing rock (Tafeln 290 und 319, aus: Animal Locomotion)€1.488
Eadweard MuybridgeMan performing running straight high jump (Tafel 152, aus: Animal Locomotion)€868
Eadweard MuybridgeANIMAL LOCOMOTION, PLATE 98€810

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