Wilhelm Sasnal

Geburtsdatum/-ort

29. Dezember 1972, Tarnów, Polen

Wilhelm Sasnal - Ohne Titel (Tree Parasite with Balls)
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Wilhelm Sasnal Biografie

Wilhelm Sasnal gehört fraglos zu den bedeutendsten polnischen Künstlern der Gegenwart. Obwohl sein Schwerpunkt auf der Malerei liegt, an der er vor allem die grenzenlosen Möglichkeiten zu einer radikalen Veränderung schätzt, umfasst sein Schaffen auch Grafiken, Filme und Comics.

Wilhelm Sasnal - Ein polnischer Maler begeistert die Welt

Wilhelm Sasnal wurde am 29. Dezember 1972 in Tarnów in Polen geboren. Zunächst studierte er von 1992 bis 1994 Architektur an der Technischen Universität in Krakau, dann wandte er sich der Malerei zu und absolvierte ein entsprechendes Studium an der Krakauer Akademie der Schönen Künste. 1996 beteiligte sich Wilhelm Sasnal an der Gründung der Künstlervereinigung Grupa Ładnie, der er bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2001 angehörte. 1999 schloss er sein Studium der Malerei ab und versuchte in der Folge, als freischaffender Künstler Fuß zu fassen. Das gelang Wilhelm Sasnal erstaunlich schnell: Vor allem die erfolgreiche Präsentation seiner Bilder auf Ausstellungen in der Kunsthalle Basel und auf der Entdeckermesse Liste Art Fair Basel brachten ihm bereits 2002 internationale Anerkennung; der endgültige Durchbruch folgte 2006 mit dem Gewinn des renommierten Kunstpreises Vincent van Gogh Biennial Award for Contemporary Art. Im selben Jahr stellte auch der Frankfurter Kunstverein die Werke Wilhelm Sasnals in Deutschland aus; 2012 waren über 60 seiner Werke im Münchner Haus der Kunst zu sehen.

Vielschichtige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

Wilhelm Sasnal setzt sich in seinem Werk intensiv mit seiner polnischen Herkunft und der Geschichte seines Landes auseinander. Eine wichtige Rolle spielen die für viele Polen heute noch traumatischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs: Dabei versucht der Maler seit über zwei Jahrzehnten den äußerst schwierigen Spagat zu meistern zwischen dem Leid, das Polen durch die Nationalsozialisten erfahren hat, und der Schuld, die viele seiner Landsleute durch antisemitische Taten und Verbrechen selbst auf sich geladen haben. Diese nicht unumstrittenen künstlerischen Bemühungen kulminierten 2021 in der rund 60 Gemälde und Zeichnungen umfassenden Ausstellung »Solch eine Landschaft« im Polin, dem Museum der Geschichte der polnischen Juden. Der Künstler selbst erklärt sich sein starkes Interesse an jüdischen Themen auch mit einem unbestimmten Gefühl der Schuld als Pole und Nichtbetroffener. Porträts von bekennenden Antisemiten wie dem französischen Maler Edgar Degas und dem österreichischen »braunen« Bischof Alois Hudal gehören ebenso zu Sasnals künstlerischer Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Thema wie eine alternative Geschichtsschreibung Polens ohne Holocaust und Konzentrationslager, dafür mit futuristischen Synagogen und blühenden Kibbuzim.

Realistische Ölgemälde mit doppelbödiger Tiefe

Wilhelm Sasnal hat sich neben der Malerei auch immer wieder anderer Kunstformen zugewandt. Gemeinsam mit seiner Frau Anna Sasnal hat er seit 1997 mehrere Filme gedreht, die unter anderem im Museum of Modern Art in New York, beim International Film Festival in Rotterdam und auf der Berlinale 2014 in Berlin gezeigt wurden. Für seine Ölgemälde bezieht Wilhelm Sasnal Inspiration aus verschiedenen Quellen, darunter Bilder aus Geschichtsbüchern und alten Zeitungen, Comics, Filme, Familienfotos und einfache Skizzen, die er selbst mit Alltagsbeobachtungen füllt. Durch diese Methode erinnert die Kunst von Wilhelm Sasnal mitunter an die Pop-Art, doch hat der polnische Maler mit seiner reduzierten Malweise einen ganz eigenen Stil gefunden, der zwar auf den ersten Blick realistisch anmutet, dabei aber auf den zweiten Blick eine nahezu surrealistische zweite Ebene offenbart – wie das Bild der aufgetürmten Kohlköpfe, das auch als Schädelberg eines Massengrabs interpretiert werden kann. Oft entfalten sich solche Deutungen erst durch den Kontext, den der Künstler mit seinen ausgeklügelten Arrangements in seinen Ausstellungen erzeugt.

© Kunsthaus Lempertz

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Wilhelm SasnalOhne Titel (Tree Parasite with Balls)€31.200

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