Vuillard, Edouard

Geburtsdatum/-ort

1868 Cuiseaux

Todestag/-ort

1940 La Baule

Edouard Vuillard - Pieds-d'alouette et géraniums
Edouard Vuillard - Pieds-d'alouette et géraniums

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Der Maler und Graphiker Édouard Vuillard gehört zum engeren Zirkel der Pariser Künstlergruppe der „Nabis“ (die „Propheten“), zu denen sein späterer Schwager Franz-Xaver Roussel, die Maler Pierre Bonnard, Maurice Denis und Félix Vallotton zählen. Vuillard bildet sich in Abkehr von der École des Beaux-Arts zunächst 1888 an der Académie Julian aus und teilt 1891 mit Bonnard und Denis das Atelier des Schauspielers und Theaterregisseurs Lugné-Poe. Entscheidend wird jedoch die Begegnung mit Paul Gauguin in der Bretagne, der der Malerei der „Nabis“ die Richtung vorgibt. Die Entdeckung des japanischen Farbholzschnittes, die Kunst von Gustave Moreau und Odilon Redons sind zusätzliche Impulse. Unter diesen Einflüssen gelingt es Vuillard um 1890, seine Bildkomposition und sein Kolorit von tradierten Bezügen zu befreien und ihre Eigenwertigkeit zu entdecken, ein Vorgriff auf die Entwicklungen im französischen Fauvismus. Der teilweise symbolistisch gefärbte „Post-Impressionismus“ der Nabis, die sich um den Verleger Thadée Natanson und die „Revue Blanche“ scharen, geht über die Wiedergabe eines natürlichen Eindrucks deutlich hinaus und verselbstständigt die künstlerischen Mittel. Ambroise Vollard initiiert 1896 das erste lithographische Album Vuillards. Die Galerie Bernheim-Jeune stellt den Maler erstmals 1899 aus. Vuillard ist schon in seinen Anfängen ein Spezialist des Stillebens und des Portraits, ein „peintre d’intimités“, dessen Werk sich zu einer raffinierten „musique de chambre“ (Claude Roger-Marx) entwickelt, für die motivlich das Interieur typisch ist. Die delikate wie eigentümliche Art, die Fläche neu zu organisieren und zu betonen, findet darüber hinaus schon früh ihren adäquaten Ausdruck in Aufträgen zu dekorativer Wandgestaltung, zunächst privat, dann auch öffentlich. 1913 entsteht das Dekor für das Foyer des Théatre de la Comédie des Champs-Elysées. Noch 1936/1937, kurz vor dem Tode Vuillards 1940 in La Baule auf der Flucht vor den nach Paris heranrückenden deutschen Truppen, datieren die Arbeiten des Künstlers zur Ausstattung des Völkerbundpalastes in Genf und des Palais de Chaillot in Paris. In Deutschland waren die Nabis früh bekannt und geschätzt: Vuillard ist seit 1900 in den Ausstellungen der Berliner Secession vertreten, Alfred Lichtwark lädt Vuillard zusammen mit Bonnard 1913 nach Hamburg ein.

© Kunsthaus Lempertz

Edouard Vuillard Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Edouard VuillardPieds-d'alouette et géraniums€138.000
Edouard VuillardMadame Hessel au chapeau garni de roses€93.750
Edouard VuillardFemme et Enfant€3.776

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