Ferdinand Georg Waldmüller

Geburtsdatum/-ort

15. Januar 1793, Wien, Österreich

Todestag/-ort

23. August 1865, Hinterbrühl bei Mödling, Österreich

Ferdinand Georg Waldmüller, nach - AM FRONLEICHNAMSMORGEN.
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Ferdinand Georg Waldmüller Biografie

Ferdinand Georg Waldmüller kannte und schätzte die alten Meister, fand in ihnen Inspiration wie Herausforderung für seine eigenen, überraschend modernen Bilder, deren Detailgenauigkeit und atmosphärische Dichte ihn zum bedeutendsten österreichischen Maler des Biedermeier machten.

Ferdinand Georg Waldmüller - Studium an der Wiener Akademie, Hochzeit mit Katharina Weidner

Ferdinand Georg Waldmüller wurde am 15. Januar 1793 in Wien geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen und wuchs in bodenständiger Umgebung auf; nach dem Willen seiner Familie sollte er eigentlich eine Laufbahn als Geistlicher einschlagen, konnte sich aber mit seinem Wunsch, Künstler zu werden, letztendlich durchsetzen. Ab 1807 besuchte Ferdinand Georg Waldmüller mit mehreren Unterbrechungen die Akademie der bildenden Künste Wien und nahm dort Unterricht bei Johann Baptist Lampi und Hubert Maurer. Bereits im Jahr 1810, noch während seiner Ausbildung, erhielt er für seine frühen Arbeiten den Gundelpreis. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich der Künstler durch die Anfertigung von Miniaturporträts und Bonbonbildern sowie als Zeichenlehrer bei dem Grafen Gyulay in Zagreb. Bei dieser Tätigkeit lernte er seine erste Frau, die österreichische Opernsängerin Katharina Weidner kennen, deren Bruder Josef Weidner ebenfalls als Maler tätig war. Das Paar heiratete 1814; die Ehe verlief allerdings wenig harmonisch und wurde 1834 von Tisch und Bett geschieden.

Große Erfolge als Porträtmaler, akademische Würden in Wien

Ferdinand Georg Waldmüller folgte seiner frisch angetrauten Frau in die verschiedenen Städte, in denen Katharina Engagements bekam und verdingte sich dort meist als Kulissenmaler. 1817 gelangte das Ehepaar nach Wien, wo Waldmüller der künstlerische Durchbruch gelang. Besondere Erfolge erzielte er als Porträtmaler, darüber hinaus studierte er noch Ölmalerei bei Joseph Lange und Landschaftsmalerei bei Johann Nepomuk Schödlberger. Für den Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel schuf Ferdinand Georg Waldmüller ein höchst erfolgreiches Porträt des Komponisten Ludwig van Beethoven, das leider während des Zweiten Weltkriegs vernichtet wurde. Eine wichtige Zäsur und außerordentliche Ehre bedeutete der Auftrag der Erzherzogin Sophie für ein Porträt von Kaiser Franz I., was zahlreiche Adelige dazu bewog, dem Künstler ebenfalls Aufträge zu erteilen. Die damit erworbenen Erlöse erlaubten Ferdinand Georg Waldmüller, Studienreisen nach Italien und Frankreich zu unternehmen. Als Professor und Kustos betreute er die Gemäldesammlung der Wiener Akademie, 1835 erhielt er die ehrenvolle Ernennung zum akademischen Rat; ein Jahr später erstellte er gemeinsam mit Joseph von Führich einen Katalog der Gemäldegalerie.

Konflikt mit der Wiener Akademie, internationale Ausstellungen

Ferdinand Georg Waldmüller bewies ein außerordentliches Auge für die Beschaffenheit der Natur, die er in allen Einzelheiten wiederzugeben verstand. Zwar schätzte er die alten Meister und sah sich im ständigen Wettbewerb mit diesen, die in der Akademie übliche strenge Nachahmung lehnte er aber ab und geriet dadurch zusehends in Konflikt mit seinen Vorgesetzten und Kollegen. Zeitweilig wurde Ferdinand Georg Waldmüller trotz der Protektion durch Metternich suspendiert und musste nach dem Verlust seines Akademieateliers seine Bilder im Modesalon seiner zweiten Ehefrau, der Modistin Anna Bayer, ausstellen. Erst Ausstellungen im Buckingham Palace in London und in Köln brachten finanzielle Besserung; 1864 sorgte Kaiser Franz Joseph für seine Rehabilitation. Als Lehrer prägte Waldmüller Maler wie Adam Brenner, Hans Canon und Anton Romako.

Ferdinand Georg Waldmüller starb am 23. August 1865 in Hinterbrühl bei Mödling.

© Kunsthaus Lempertz

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