Jacob Isaacsz. van Swanenburg, zugeschrieben - Die Versuchung des Heiligen Antonius

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Jacob Isaacsz. van Swanenburg, zugeschrieben

Die Versuchung des Heiligen Antonius

Öl auf Leinwand (doubliert). 89 x 118 cm.

Grundlage für die vorliegende Komposition ist ein spiegelverkehrter Stich von Jacques Callot, welcher in das Jahr 1617 datiert ist. Es existieren lediglich fünf Exemplare dieses Stiches, den Callot während seines Aufenthalts in Florenz fertigte, wo er damals für die angesehene Familie Medici tätig war. Eine weitere Version des Themas, die sich nur partiell auf den Stich beruft und vermutlich beschnitten wurde, befindet sich momentan in der Sammlung der Credem Bank in der Provinz Reggio Emilia.
Stilistische Vergleiche mit dem Gemälde aus dieser Sammlung, welches mit dem Monogramm "IVS" versehen ist, erlauben eine Zuschreibung unseres Gemäldes an Jacob van Swanenburg, der nach einer Lehre bei seinem Vater Isaac 1591 nach Italien reist und 20 Jahre zwischen Venedig und Neapel lebt. Der Bezug auf Callots Stich, die Art der Leinwand sowie deren Aufbereitung erlauben es, das Werk ziemlich sicher in die Zeit zwischen 1617 und 1620 einzuordnen. Zu dieser Zeit verlässt Swanenburg Italien, um nach Leiden zurückzukehren. Das Gemälde zeigt die bereits seit dem 10. Jahrhundert beliebte Darstellung der Versuchung des Heiligen Antonius, die auch häufig als Versinnbildlichung für die Gefahren der fleischlichen Sünde oder als Memento Mori gedeutet wurde.

Zertifikat

Prof. Riccardo Latuada, Rom, 8.2.2016.

Provenienz

Privatsammlung, Florenz.

Lot 1248 Dα

Schätzpreis:
30.000 € - 50.000 €

Ergebnis:
37.200 €