Schwaben um 1490 - Martyrium der Hl. Afra

Schwaben um 1490 - Martyrium der Hl. Afra - image-1
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Schwaben um 1490

Martyrium der Hl. Afra

Lindenholz geschnitzt, auf der Rückseite abgeflacht. Geringfügigste Reste eine ehemaligen farbigen Fassung. Nach der Legende gelangte Afra, eine Tochter des Königs von Zypern, in frühchristlicher Zeit nach Augsburg. Nach ihrer Bekehrung zum Christentum wird sie im Zuge der dortigen Christenverfolgung im Jahr 304 auf dem Lechfeld verbrannt. Seit der Heiligsprechung 1064 ist sie Patronin des Bistums und der Stadt Augsburg. Das silhouettierte und auf leichte Unteransicht gestaltete Relief zeigt die Heilige als junge Frau mit langen welligen Haaren, die vollkommen entblößt mit hoch erhobenen Armen an einen Baumstamm gefesselt ist. Sie erleidet ihr Martyrium durch drei Schergen, von denen sie mit Ruten geschlagen und mit Fackeln versengt wird. Die schnitzerische Qualität des Reliefs zeigt sich besonders in der Aktdarstellung der Afra und der sorgfältigen Ausführung aller Details der Physiognomien und der Kleidung der Schergen.
Geringfügige Bestoßungen mit nur kleinen Verlusten. Kleine Fackel wohl ergänzt. Neu montiert auf eine hölzerne Platte mit Rahmung. 58 x 52 x 4 cm.

Provenienz

Ehemals Privatsammlung Kempten/Allgäu. - Kunsthandel Biechele, Ochsenhausen. - Schwäbischer Privatbesitz.

Lot 1343 Dα

Schätzpreis:
25.000 € - 30.000 €

Ergebnis:
24.800 €