Teeschatulle von Abraham Roentgen

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Teeschatulle von Abraham Roentgen

Rosenholz auf Eiche und Weichholz, Messing, vermessingtes Eisenblech, späteres Textil. Oblonge Kastenform mit konkavem Giebeldeckel, darauf ein Bügelgriff. Umlaufend fein vertikal gelegtes Furnier, horizontal untergliedert durch Profile aus Holz und Messingblech. Vorstehende, deutlich abgesetzte Basis auf vier geschweiften Zargenfüßen. Kartuschenförmiger und fein gravierter Schlossbeschlag. Innen drei Fächer, bestückt mit drei Teedosen aus Messing, die mittlere mit Klappdeckel und zwei Fächern, die beiden äußeren mit Stülpdeckel. Über einen hexagonalen Druckknopf in der rechten Wandung zu öffnender, flacher Geheimschub in der rechten Basis. Auf der Unterseite späterer umlaufender Furnierrahmen zur Stabilisierung des Bodens. Kurze Schwundrisse im Furnier, hinten einige Kratzer, ursprünglicher Federmechanismus in der Frontseite nicht mehr vorhanden. Mit umgelegtem Klappbügel H 16,5, B 22, T 14 cm.
Neuwied, um 1755 - 60.

Provenienz

Privatsammlung Niederrhein

Literaturhinweise

Vgl. Fabian, Roentgenmöbel aus Neuwied, Bad Neustadt 1986, Nr. 656 f.
Vgl. Fabian, Abraham und David Roentgen. Das noch aufgefundene Gesamtwerk ihrer Möbel- und Uhrenkunst in Verbindung mit der Uhrmacherfamilie Kinzing in Neuwied. Leben und Werk, Verzeichnis der Werke, Quellen, Bad Neustadt 1996, Nr. 564, das fast identische Teekästchen mit denselben Maßen und Messinggefäßen aus dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, Inv.Nr. 15411, von dem Frankfurter Vorbesitzer ebenfalls aus den USA erworben.
S.a. Zinnkann, Roentgenmöbel aus dem Bestand, Frankfurt 2005, Nr. 2.

Lot 1810 Dα

Schätzpreis:
4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:
13.125 €