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Lot 1410 Dα

Friedrich Gauermann - VOR DER DORFSCHMIEDE.

Auktion 920 - Übersicht Köln
17.05.2008, 00:00 - Alte Kunst
Schätzpreis: 20.000 €
Ergebnis: 74.400 € (inkl. Aufgeld)

Friedrich Gauermann

VOR DER DORFSCHMIEDE.

Friedrich Gauermann zählt zu den bedeutenden Landschaftsmalern des biedermeierlichen Wien. 1807 in Miesenbach bei Wien geboren, erlernte er die Malerei zunächst bei seinem Vater Josef Gauermann sowie an der Wiener Akademie (1822). Entscheidend für seine künstlerische Entwicklungen waren jedoch die zahlreichen Reisen zu den großen Kunstgalerien, etwa in Dresden und München, wo er die alten Meister studierte, sowie ausgedehnte Wanderungen durch die Steiermark, nach Salzburg und Tirol. Gauermann entwickelte einen neuartige naturalistische Kunstauffassung, und in den 1830er Jahren begannen Mitglieder der Aristokratie und des Bürgertums in Wien (darunter die Fürsten Metternich, Schwarzenberg und Liechtenstein), Werke bei Gauermann in Auftrag zu geben.
Beim vorliegenden Gemälde handelt es sich wohl um ein Geschenk Gauermanns an den Schmied Bühlmeyer, der Gauermann 1848 beim Umzug half; dadurch ließe sich das genrehafte Thema dieses Werks erklären.

Provenienz

Slg. Bühlmeier, Wien; Slg. Fürst von und zu Liechtenstein; M. Carr, München, 1954; Slg. Schäfer, Schweinfurt.

Literaturhinweise

Rupert Feuchtmüller: Friedrich Gauermann 1807-1862, Wien 1962, S. 191, Nr. 207; ders.: Friedrich Gauermann, Rosenheim 1987, S. 62, Nr. 256, Abb. S. 235.
Verso ein Klebeetikett der Kunsthandlung H. O. Miethke, Wien.

Ausstellung

"Wiener Biedermeiermaler und Carl Spitzweg", Kunstmuseum Luzern, Luzern 1950; "Sammlung Georg Schäfer", Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 1967.