Auktion 969, Alte Kunst, 20.11.2010, 00:00, Köln Lot 1017

Hans Kemmer, CHRISTUS UND DIE EHEBRECHERIN

Hans Kemmer, CHRISTUS UND DIE EHEBRECHERIN, Auktion 969 Alte Kunst, Lot 1017

Hans Kemmer

um 1495 - nach 1554 Lübeck

CHRISTUS UND DIE EHEBRECHERIN

Öl auf Holz (mit weiterer Holzplatte hinterlegt). 50,5 x 61,5 cm.

Provenienz

Im 18. Jahrhundert im Besitz der Fürsten von Carolath-Beuthen. - Wohl ab dem frühen 19. Jahrhundert im Besitz des schlesischen Grafenhauses von Pückler. - Privatsammlung London.

Literatur

Christoph Emmendörffer: Hans Kemmer. Ein Lübecker Maler der Reformationszeit, Leipzig 1997, S. 106-107, Kat. Nr. 7 mit Abb.

Auf der Rückseite ein übertragener Klebezettel mit der Beschriftung "No 3", darunter Siegel mit Wappen des schlesischen Fürstenhauses Carolath-Beuthen.

Hinter einer Brüstung, auf die der Text des Evangeliums geschrieben ist (Joh. 8, 4-11), steht Christus, zu seiner Linken die gläubig zu ihm aufschauende verzweifelte Sünderin. Christus blickt zu der Frau und weist mit seiner linken Hand auf diese Inschrift. Hinter der Ehebrecherin sind die zwölf Jünger zu sehen, auf der anderen Seite hingegen werden die Ankläger dargestellt, die sich durch die Hässlichkeit ihrer Gesichter auszeichnen. Das Gemälde folgt in seiner spiegelverkehrten Komposition dem Gemälde Hans Kemmers mit demselben Thema aus dem Jahr 1530. Für diese Tafel mit der Darstellung eines evangelischen Lehrbildes ist eine Entstehung in Lübeck in der Zeit um 1535 anzunehmen.

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