Jaroslav František Julius Vešín - WINTERLICHE JAGDSZENE

Jaroslav František Julius Vešín

WINTERLICHE JAGDSZENE

Öl auf Leinwand. 45,5 x 70,5 cm.
Jaroslav-Vešín-Sophia-1912.

Jaroslav Vešín zählt zu den zahlreichen Künstlern aus Osteuropa, die der Kunststadt München im späten 19. Jahrhundert ein kosmopolitisches Gepräge gaben. Er stammte aus Böhmen und besuchte zunächst die Prager Akademie, studierte dann von 1881 bis 1883 in München, unter anderem bei Karl Theodor von Piloty und war bis 1897 in der Stadt als freischaffender Künstler tätig. Seine letzte künstlerische Station war Sofia, wo er an der Akademie lehrte und zugleich Maler am Hof des Zaren war. Vešín wurde mit seinen Genrebildern bekannt, die das ländliche Leben in Osteuropa zeigen, etwa Szenen von Märkten und Jagden; später, als Künstler des Kriegsministeriums, malte er zudem Schlachtenszenen. Dieses Jagdbild ist 1912 datiert und stellt somit ein Spätwerk Vešíns aus seiner Zeit in Sofia dar. Das Gemälde zeigt vor allem im Vordergrund den für Vešín typischen pastosen und zugleich lockeren Farbauftrag, mit dem die winterliche Schneelandschaft erfasst ist. Man hat Jaroslav Vešíns Malerei mit der eines anderen osteuropäischen Künstlers der Münchner Schule verglichen, und zwar des polnischen Künstlers Alfred von Wierusz-Kowalski.

Lot 1467 D

Schätzpreis:
20.000 € - 25.000 €

Ergebnis:
31.460 €