Francesco Albani

Geburtsdatum/-ort

1578, Bologna, Italien

Todestag/-ort

4. Oktober 1660, Bologna, Italien

Francesco Albani - Selbstbildnis des Malers als junger Mann
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Francesco Albani Biografie

Francesco Albani prägte als einer der bedeutendsten Vertreter der Bologneser Schule die italienische Malerei des Barock ganz maßgeblich; der auch als Francesco Albano bekannte Künstler beeindruckte in seinem Werk mit großer Wärme, hohem Zartgefühl und einer nahezu vollkommenen Harmonie.

Francesco Albani - Ausbildung bei Carracci, Freundschaft und Feindschaft mit Guido Reni

Francesco Albani wurde am 17. März oder August 1578 in Bologna geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist kaum etwas bekannt, doch sollte der Sohn eines Seidenhändlers auf Wunsch seines Vaters eigentlich eine Laufbahn als Jurist einschlagen. Der junge Mann fügte sich zunächst, nahm aber nach dem Tod seines Vaters doch seinen ersten Mal-Unterricht bei dem in Bologna ansässigen Niederländer Denys Calvaert. Dort traf Francesco Albani auf Guido Reni, mit dem ihn rasch eine freundschaftliche Rivalität verband. Gemeinsam wechselten die beiden jungen Männer in die angesehene Accademia degli Incamminati, die von Lodovico Carracci und seinen Vettern Agostino Carracci und Annibale Carracci wenige Jahre zuvor gegründet worden war. Die scharfe Rivalität, die zwischen den Akademie-Gründern vorherrschte, übertrug sich nach und nach auch auf Francesco Albani und Guido Reni, obwohl beide noch gemeinsam im Jahr 1611 ihrem Lehrer Annibale Carracci nach Rom folgten. Dort schlug das gespannte Verhältnis dann endgültig in offene Feindschaft um, wobei sich beide den Respekt für die künstlerische Arbeit des anderen bewahrten.

Idyllische Mythenszenen, religiöse Prachtgemälde und Kinderfiguren

Francesco Albani gelangte in Rom zu nahezu vollendeter künstlerischer Blüte. Die schlechte gesundheitliche Verfassung seines Mentors Annibale Carracci bot ihm vielfach Gelegenheit, sich bei Hilfs- und Vertretungsdiensten als hochbegabter Maler zu beweisen. Sein wichtigstes Vorbild erblickte der junge Künstler in dem Renaissance-Meister Raffael, dem er auf eigene Art nacheiferte und dabei besonderes Geschick im Umgang mit mythologischen Themen bewies. Gern malte er Liebesgöttinnen, Nymphen und Grazien beim verspielten Tanz durch eine idyllische Landschaft. Sein liebstes Motiv fand Francesco Albani jedoch in den Kindern, die er auf Mythenszenen als Amoretten und auf seinen religiösen Bildern als reizende Engelgestalten verewigte. Als eine seiner gelungensten Schöpfungen gilt das auf dem Kreuz schlafende Christuskind. Als Modelle standen ihm seine eigenen Kinder, zwölf an der Zahl, die von seiner zweiten Frau ihre unvergleichliche Schönheit geerbt haben sollen und daher ideal als Vorbilder für Armor- und Engelsgestalten geeignet waren.

Hohe Produktivität, Lehrer von Andrea Sacchi, Rückkehr nach Bologna

Francesco Albani entfaltete eine erstaunliche Produktivität und schuf eine große Anzahl von Bildern, die er teilweise auf Wunsch seiner Auftraggeber auch mehrfach ausführen musste. Albanis Werk ist heute in zahlreichen Kirchen Italiens und in verschiedenen Museen, Galerien und Privatsammlungen Europas zu finden. Mit seinem Dauerrivalen Reni arbeitete Francesco Albani an der Dekoration der Kapelle des Palazzo del Quirinale (Quirinalspalast); daneben unterrichtete er auch Schüler, zu denen unter anderem sein Bruder Giovanni Battista Albani und der später hochberühmte Andrea Sacchi zählten. In älteren Jahren zog es den inzwischen wohlhabend gewordenen Künstler in seine Heimat zurück; obwohl er sich einer ungebrochenen Schaffenskraft erfreuen durfte, ließ die Wertschätzung seiner heiteren, freundlichen Bilder zum Ende seiner Laufbahn hin nach.

Francesco Albani starb hochbetagt am 4. Oktober 1660 in seiner Geburts- und Heimatstadt Bologna.

© Kunsthaus Lempertz

Francesco Albani Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Francesco AlbaniSelbstbildnis des Malers als junger Mann€101.680
Vase mit zwei mythologischen Szenen€30.000
Francesco Albani, WerkstattDie Taufe Christi€2.480

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