Fries, Ernst

Geburtsdatum/-ort

22. Juni 1801 in Heidelberg

Todestag/-ort

11. Oktober 1833 in Karlsruhe

Ernst Fries - Die Wasserfälle von Tivoli mit dem Ponte Lupo sowie dem Vesta- und Sibyllentempel
Ernst Fries - Die Wasserfälle von Tivoli mit dem Ponte Lupo sowie dem Vesta- und Sibyllentempel

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Ernst Fries starb jung, aber an der Schwelle zwischen Romantik und Realismus hinterließ der deutsche Maler tiefe Fußspuren; sein Vermächtnis zählt unbestritten zum Hervorragendsten, was die Kunst des beginnenden 19. Jahrhunderts hervorgebracht hat.

Ernst Fries - Umfassende Förderung durch den wohlhabenden Vater

Ernst Fries wurde am 22. Juni 1801 in Heidelberg, damals noch zur Kurpfalz gehörig, geboren. Sein Vater Christian Adam Fries konnte sich als wohlhabender Bankier und Färberkrapp-Fabrikant auch eine kostspielige Liebhaberei wie das Sammeln von Gemälden leisten. Das väterliche Kunstinteresse ging auf den Sohn über, der bereits im Alter von 9 Jahren vom Heidelberger Universitätszeichenmeister Friedrich Rottmann eine erste Ausbildung erhielt. Mit ihm wurden der Sohn seines Lehrers, Carl Rottmann, und Karl Philipp Fohr unterrichtet. Alle drei Jungen brachten es später als Maler zu großem Ruhm und gelten bis heute als »Dreigestirn der romantischen Malerei in Heidelberg«. Auch im Folgenden stellte der vermögende Vater sicher, dass das Talent seines Sohnes in ausreichendem Maß gefördert wurde: Ernst Fries bekam weiteren Unterricht bei Karl Kuntz, der in Karlsruhe Hofmaler des badischen Großherzogs war. Weitere Studien führten ihn nach München zu dem Porträt-, Tier- und Landschaftsmaler Wilhelm von Kobell und dem Figurenmaler Robert von Langer; in Darmstadt studierte er bei dem Architekten Georg Moller Architekturzeichnen und Perspektive.

Studienreisen durch Deutschland, Österreich und nach Italien

1819 bewegte sich Ernst Fries bereits auf einem so hohen künstlerischen Niveau, dass er von dem Heidelberger Verleger Joseph Engelmann den Auftrag erhielt, Kupferstiche der Landschaften um Rhein, Mosel und Taunus herum anzufertigen. Mit dem Darmstädter Maler Johann Heinrich Schilbach sowie mit Rudolf Kuntz, dem Sohn von Karl Kuntz, und weiteren Künstlerfreunden, darunter Carl Rottmann, machte sich der junge Maler auf den Weg. Es sollte nicht die einzige Reise bleiben. Die gut situierten Familienverhältnisse erlaubten Ernst Fries auch im Weiteren zahlreiche Reisen, die den Künstler durch das Salzburger und Berchtesgadener Land und für mehrere Jahre nach Italien führten. Schließlich kehrte er in seine Heimat zurück und gründete eine Familie. Ernst Fries zeichnete sich durch ein besonderes Gespür für Farbgebung und ein poetisches Verständnis der Natur aus. Obwohl sie weitgehend frei von romantischem Pathos gehalten sind, wirken sie auf den Betrachter wohltuend beruhigend.

Große Ehrungen und ein früher Tod

Bereits als junger Künstler erhielt Ernst Fries Preise und Ehrungen für sein Werk; 1831 wurde er im Alter von 30 Jahren gar als Nachfolger seines Lehrers Kuntz zum großherzoglich-badischen Hofmaler berufen. An dieser Würde konnte sich der Künstler jedoch nur zwei kurze Jahre erfreuen: Ernst Fries starb am 11. Oktober 1833 in Karlsruhe, als er, an schwerem Fieber erkrankt, im Delirium Suizid verübte. Er wurde nur 32 Jahre alt. Seine Grabstätte befindet sich in seiner Geburtsstadt Heidelberg, wo das Kurpfälzische Museum noch heute den größten Bestand seines Werkes bewahrt. Eine weitere umfassende Sammlung von Stichen, Skizzenbüchern und Zeichnungen befindet sich in Privatbesitz; zahlreiche Einzelstücke schmücken Museen und Galerien in Berlin, Hamburg, Dresden, Darmstadt, Frankfurt, München, Karlsruhe und Winterthur. Seine beiden jüngeren Brüder Wilhelm und Bernhard Fries waren ebenfalls als Maler tätig. Neben den charmanten Aquarellen mit ihren stimmungsvollen Landschaftsdarstellungen sind es viele Zeichnungen, die den Nachlass von Ernst Fries ausmachen.

© Kunsthaus Lempertz

Ernst Fries Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Ernst FriesDie Wasserfälle von Tivoli mit dem Ponte Lupo sowie dem Vesta- und Sibyllentempel€105.400
Ernst Fries oder Johann Heinrich SchilbachAnsicht von Ariccia€75.000
Ernst FriesBLICK AUF EIN SCHLOSS IM RHEIN- ODER NECKARTAL.€2.261
Ernst FriesMutterschaf mit liegendem Lamm€1.116

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