Allan Kaprow

Geburtsdatum/-ort

1927 Atlantic City

Allan Kaprow
Allan Kaprow - Half of my Face

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Allan Kaprow Biografie

Allan Kaprow gelang der schwierige Schritt aus dem übermächtigen Schatten von Jackson Pollock heraus; der US-amerikanische Aktionskünstler setzte in Theorie und Praxis eigene Akzente und gilt als Vater des Happenings.

Allan Kaprow - Studium der Kunstgeschichte, Malerei und Musik

Allan Kaprow wurde am 23. August 1927 in Atlantic City geboren. Nach dem Besuch eines Internats in Tucson, Arizona studierte er in New York an der High School of Music and Art, wo der aus Deutschland stammende Maler Wolf Kahn zu seinen Kommilitonen zählte. Im Anschluss besuchte er die New York University und kam dort mit der kunsttheoretischen Schrift Art as Experience aus der Feder von John Dewey in Kontakt – eine Lektüre, die seinen weiteren Werdegang stark beeinflusste. Zur gleichen Zeit verfeinerte er seine Fähigkeiten als Maler in der privaten Kunstschule von Hans Hofmann. Schließlich erwarb Allan Kaprow noch an der Columbia University den Master of Arts in Kunstgeschichte. Sein wichtigster Lehrer dort war der einflussreiche Kunsthistoriker und Kritiker Meyer Schapiro. Neben der bildenden Kunst interessierte sich Kaprow auch sehr für die Musik, studierte Komposition bei John Cage an der New School for Social Research und lernte dabei verwandte Geister wie die bedeutenden Fluxus-Künstler George Brecht und Al Hansen kennen.

Die Geburt der Kunstaktion als Happening

Allan Kaprow begann seine künstlerische Laufbahn als Maler des abstrakten Expressionismus, er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Galerien Hansa und Reuben und beschäftigte sich ausführlich mit kunsttheoretischen Erwägungen. 1958 formulierte er seine Erwartungen an die moderne Kunst in dem vielbeachteten Essay The Legacy of Jackson Pollock. In dieser Abhandlung forderte er zum einen eine konkrete Kunst aus gewöhnlichem Material, wie es den menschlichen Alltag bestimmt, also Kunst aus Wasser, Rauch, Farbe, Möbeln, Elektrizität, Essen und Filmen, zum anderen benutzte er auch erstmals ein Wort, das seither aus der Kunstgeschichte nicht mehr wegzudenken ist: Allan Kaprow sprach von der Kunstaktion als Happening. Dem abstrakten Expressionismus gegenüber war er da schon äußerst kritisch eingestellt, und nicht zuletzt unter dem Einfluss von John Cage hatte er die Malerei als alleinige Ausdrucksform verworfen, um sich den von ihm favorisierten Formen hybrider Performances zuzuwenden. Für das Projekt Eighteen Happenings in Six Parts versammelte Allan Kaprow auf Spielzeuginstrumenten spielende Musiker, eine Frau, die eine Orange auspresste und Maler bei der Arbeit. Für Kaprow stellte das Happening die logische und unausweichliche Weiterentwicklung der abstrakten expressionistischen Malerei dar, mit der er seine Karriere begonnen hatte.

Kaprow wollte die Kunst zu den Menschen bringen

Allan Kaprow übte mehrere Lehraufträge aus, so an der Rutgers University in New Jersey, wo er mit den Professoren Geoffrey Hendricks, Roy Lichtenstein und Robert Watts sowie diversen Künstlern und Studenten die berühmte Fluxus-Bewegung ins Leben rief. Weitere Stationen seiner langen Lehrerkarriere waren das Pratt Institute in New York und die University of California in San Diego. Für Kaprow war eine umfassende Lehrtätigkeit nur folgerichtig, ging es ihm doch bei der Ausübung seiner Kunst von jeher darum, die Kluft zwischen Galerie und Straße, zwischen Kunststätte und Alltag zu überwinden und die Grenze zwischen Arbeit und Schöpfung aufzulösen oder wenigstens zu verwischen.

Allan Kaprow starb am 5. April 2006 in Encinitas bei San Diego.

© Kunsthaus Lempertz

Allan Kaprow Preise

KünstlerKunstwerkPreis
MappenwerkDé-coll/age 5€6.200
MappenwerkArtists and Photographs€4.960
Allan KaprowHalf of my Face€1.904

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