Albert von Keller

Geburtsdatum/-ort

27. April 1844, Gais, Schweiz

Todestag/-ort

14. Juli 1920, München

Albert von Keller - JULIA.
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Albert von Keller Biografie

Albert von Keller malte Salonszenen, Porträts, Akte, Hexenverbrennungen und Kreuzigungen, zu seinen Modellen gehörten die großen Namen der Gesellschaft ebenso wie namenlose Leichname. Seine Bilder waren zu seinen Lebzeiten weit verbreitet und brachten ihm große Reputation, Wohlstand und den Adelstitel ein.

Albert von Keller - Bildende Kunst statt Rechtswissenschaft

Albert von Keller wurde am 27. April 1844 in Gais im Kanton Appenzell in der Schweiz geboren. Seine Familie entstammte dem alten Zürcher Patriziergeschlecht Keller vom Steinbock, übersiedelte aber 1854 nach München, wo der junge Albert zunächst ein Jurastudium begann. Weit mehr als die Rechtswissenschaft interessierte sich Albert von Keller aber für die schönen Künste: Neben der Musik, die er bereits während seiner Schulzeit gepflegt hatte, widmete er sich vor allem der Malerei – und tat das mit so großem Talent, dass der deutsche Maler Ludwig von Hagns und sein österreichischer Kollege Arthur Georg von Ramberg mit Nachdruck dazu rieten, eine berufliche Neuorientierung vorzunehmen. Albert von Keller folgte ihrem Rat und schrieb sich an der Akademie der bildenden Künste in München ein, verließ diese aber bald wieder und gab einer autodidaktischen Bildung den Vorzug. Zu diesem Zweck stand er in regem Austausch mit Franz von Lenbach, Fritz von Uhde und Wilhelm Leibl. Das Gemälde Chopin brachte ihm 1873 eine Goldmedaille und den Durchbruch.

Salonmalerei und mystisch-religiöse Szenen

Albert von Keller bewies bereits mit seinen frühen Interpretationen des gesellschaftlichen Lebens seiner Zeit einen besonderen Sinn für die Farbgebung. Künstlerisch orientierte er sich vor allem in seinem Frühwerk bevorzugt an den alten italienischen Meistern, namentlich an Paolo Veronese, folgte aber auch dem Vorbild seines Freundes Franz von Lenbach, sowie Arnold Böcklin und Hans Makart. Neben Interieurs und Gesellschaftsszenen malte er großformatige Porträts und Akte. Seine Nähe zur Salonmalerei gab Keller auf, als er über das Studium des Impressionismus und durch die Beschäftigung mit der Kunst seines Freundes Hugo von Habermann zu einer expressionistischen Malweise fand, die er bis zum Ende seines Lebens beibehielt. 1866 wurde er Mitglied der Psychologischen Gesellschaft und wandte sich mystischen und religiösen Themen zu, wobei der Psychotherapeut Albert von Schrenck-Notzing und der Philosoph Carl du Prel starken Einfluss auf seine Arbeit ausübten. Ein bemerkenswertes Werk war Die Auferweckung der Tochter des Jairus, an dem der Künstler fast ein ganzes Jahrzehnt lang arbeitete.

Frauen als bevorzugtes Motiv

Albert von Keller malte besonders gerne Frauen, die er in allen möglichen Situationen und Gewandungen – und auch ganz ohne jede Gewandung – darstellte. Waren es in der Frühzeit vor allem Akte und konventionelle Porträts, rückten später immer mehr prachtvolle Inszenierungen in üppiger Garderobe und lasziver Pose in den Mittelpunkt. Unter den von Albert von Keller porträtierten Frauen befanden sich vornehme Namen der Gesellschaft wie die russische Zarin Alexandra Feodorowna, aber auch namenlose Mädchenleichen, die er zu Studienzwecken malte. Auch sehr düstere Motive wie Hexenverbrennungen nutzte er zur Darstellung von Frauen. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Künstlervereins Allotria sowie der Münchner Secession und der Freien Vereinigung der XXIV und wurde in den Vorstand des Deutschen Künstlerbundes berufen. Seine Bilder fanden bereits zu Lebzeiten weite Verbreitung, wurden nicht nur auf vielen Ausstellungen gezeigt, sondern auch in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, darunter die Zeitschrift Jugend.

Albert von Keller starb am 14. Juli 1920 in München.

© Kunsthaus Lempertz

Albert von Keller Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Albert von KellerJULIA.€24.000
Albert von KellerWaldige Landschaft an einem Fluss€3.720

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