Charles Amédée van Loo
Charles Amédée van Loo - Bildnis König Friedrich II. von Preußen

Loo, Charles-Amédée-Philippe van

Geburtsdatum/-ort

1719 Rivoli

Todestag/-ort

Paris

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Charles Amédée van Loo malte vorwiegend Porträts und Allegorien; mit seiner Kunst erwarb er die Gunst Friedrichs des Großen und schuf für dessen Paläste in Potsdam großformatige Deckengemälde, die noch heute die bewundernden Blicke zahlreicher Besucher auf sich ziehen.

Charles Amédée van Loo - Spross einer flämischen Künstlerfamilie, frühe Erfolge als Maler

Charles Amédée van Loo wurde am 25. August 1719 im italienischen Rivoli geboren. Der Künstler, der in Aufzeichnungen häufig auch als Charles-Amédée-Philippe van Loo geführt wird, war ein Sohn des französischen Rokoko-Meisters Jean-Baptiste van Loo, der ihn in der Malerei unterwies. Auch seine Mutter, Marguerite Lebrun, war Malerin, ebenso wie seine Brüder François van Loo und Louis-Michel van Loo. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Charles Amédée van Loo in Paris, Südfrankreich und Italien; er begleitete seinen Vater zu Studienzwecken nach Rom und Turin. Bereits 1738 verlieh ihm die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture den Prix de Rome, der ihm eine dreijährige Italienreise ermöglichte, auf der er unter anderem Neapel und Florenz besuchte. 1747 wurde er Mitglied der königlichen Akademie der Künste und heiratete seine Cousine Marie-Marguerite Lebrun, deren Vater Michel Lebrun ebenfalls Maler war. Aufgrund des engen Verwandtschaftsgrades musste vor der Hochzeit eine päpstliche Genehmigung eingeholt werden.

Arbeitsreiche Jahre am Hof Friedrichs des Großen

Nachdem Charles Amédée van Loo einige Jahre lang an der Seite seines Vaters in Aix-en-Provence gearbeitet hatte, gelangte er 1748 auf Vermittlung seines Onkels Carle van Loo an den Hof des Preußenkönigs Friedrich des Großen. Dort blieb er bis zum Jahr 1758; dann kehrte er aufgrund des zwischen Frankreich und Preußen ausgebrochenen Siebenjährigen Krieges mit der ausdrücklichen Erlaubnis Friedrichs nach Paris zurück. Mit dem Ende des Krieges trat Charles Amédée van Loo wieder für einige Jahre in die Dienste des Preußenkönigs, der ihn schließlich 1769 unter Gewährung einer jährlichen Pension endgültig nach Frankreich entließ. Während seiner Aufenthalte in Berlin wandte sich Amédée verstärkt der Porträtmalerei zu, nachdem er mit Porträts seiner Kinder die preußische Prinzessin Amalie sehr für sich eingenommen hatte. Auch färbten die Vorlieben des Kunstfreundes Friedrich auf ihn ab und er orientierte sich mit seinen Darstellungen mythischer Landschaftsszenen an den Werken der Fête galante, in Sonderheit an den von seinem Brotherrn sehr geschätzten Malern Nicolas Lancret und Jean Antoine Watteau.

Ein musischer Geist mit Interesse an der Wissenschaft

Charles Amédée van Loo folgte bei der Wahl seiner Farben den Gepflogenheiten seines Vaters und setzte auf die sogenannte Van Loo Palette, die aus zwei dominanten Gegenfarben und ansonsten nur neutralen Farbtönen bestand. Während der letzten Schaffensphase seines Lebens unterrichtete er auch als Professor an der École des beaux-arts in Paris. Überhaupt war Charles Amédée van Loo an der Vermittlung von Wissen stark interessiert, dabei beschränkte er sich nicht nur auf sein eigenes Fachgebiet der Kunst, sondern zeigte auch eine rege Anteilnahme für die wissenschaftlichen Erkenntnisse seiner Zeit und erwies sich als wohlwollender Begleiter des technischen Fortschritts. Eines der bekanntesten Werke von Charles Amédée van Loo ist ein Porträt Friedrichs des Großen, das der berühmte deutsche Grafiker und Kupferstecher Daniel Chodowiecki als Vorlage für seine Radierungen verwendete. Charles Amédée van Loo starb am 15. November in Paris.

© Kunsthaus Lempertz

Charles-Amédée-Philippe van Loo Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Charles-Amédée-Philippe van Loo Bildnis König Friedrich II. von Preußen €99.200
Charles-Amédée-Philippe van Loo Rast bei der Jagd €19.840
Charles-Amédée-Philippe van Loo Bildnis des Philosophen Claude Adrien Helvétius €12.200

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