Giovanni Battista Piazzetta

Geburtsdatum/-ort

13. Februar 1682, Venedig, Italien

Todestag/-ort

28. April 1754, Venedig, Italien

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Giovanni Battista Piazzetta Biografie

Kaum denkbar wären venezianischer Barock und Rokoko ohne die meisterlichen Werke von Giovanni Battista Piazzetta, dessen Schaffen mit vollendetem Stil und tiefem Hintersinn den Brückenschlag zwischen zwei großen Kunstrichtungen auf eindrucksvolle Weise bewältigt und als richtungsweisend für zahlreiche Nachfolger gilt.

Giovanni Battista Piazzetta - Malstudium bei Antonio Molari und Giuseppe Maria Crespi

Giovanni Battista Piazzetta wurde am 13. Februar 1682 in Venedig geboren. Seine erste, frühe Unterweisung in der Kunst erhielt er durch seinen Vater, den Bildhauer Giacomo Piazzetta, der seinem Sohn das Holzschnitzen beibrachte. 1697 begann er ein Studium bei Antonio Molari, dem großen Barockmeister, der auch unter dem Namen Il Caraccino bekannt war. Weitere Unterweisung erhielt er in der Werkstatt von Giuseppe Maria Crespi in Bologna, der seinen jungen Lehrling mit dem innovativen Malstil von Carlo Cignani bekanntmachte. Giovanni Battista Piazzetta zeigte sich äußerst beeindruckt von der Art und Weise, wie Cignani den von Caravaggio angewandten Chiaroscuro, also den bewussten Gebrauch starker Kontraste, neu interpretierte und in seine eigene Formsprache übersetzte. Neben Cignani und Caravaggio war es außerdem Giovanni Francesco Barbieri, besser bekannt als Il Guercino, der mit seinen Altarbildern in Sonderheit die religiösen Darstellungen Giovanni Battista Piazzettas nachhaltig beeinflusste.

Giambattista Piazzetta malte mehr, als das Auge sieht

Trotz seines unbestrittenen Talents hatte Giovanni Battista Piazzetta vor allem in seinen ersten Jahren Schwierigkeiten, ausreichend Aufträge zu erhalten, die ihm seinen Lebensunterhalt sicherten. Deshalb verdingte er sich als Buchillustrator, wobei er sich an die Kunst Rembrandts anlehnte. Sein zurückhaltendes, außerordentlich bescheidenes Naturell erschwerte ihm die Bewegung auf dem gesellschaftlichen Parkett und das Finden vermögender Auftraggeber und Förderer. Dennoch erwarb er sich mit seinen warmen, farbreichen Kompositionen bald eine beachtliche Reputation unter seinen Zeitgenossen. Daran beteiligt war auch die ihm eigene, geheimnisvolle Poesie, die seine Werke durchzog und sie von den Schöpfungen konkurrierender Künstler abhob. So wenig sich Giovanni Battista Piazzetta seiner Umwelt öffnete, so umfassend und komplex schuf er seine Werke. Selten sind seine Figuren und Welten nur das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen, fast immer gibt es eine zweite Ebene, manchmal auch eine dritte, Bezüge und Intentionen, die sich erst bei genauerer Betrachtung und längerem Sinnieren erschließen.

Ein bescheidener Künstler als Lehrer und Vorbild

Giovanni Battista Piazzetta gilt heute als der bedeutendste Vertreter der venezianischen Malerei des 18. Jahrhunderts, des Settecento. Sein Vorbild wirkte sich nachhaltig auf berühmte Künstler wie Francesco Guardi und Giovanni Battista Tiepolo aus. Tiepolo beeinflusste wiederum Piazzetta in dessen späten Jahren mit der Leuchtkraft und Brillanz seiner Farben. 1750 wurde Giovanni Battista Piazzetta der erste Direktor der neugegründeten Accademia di Belle Art di Venezia, und er widmete die letzten Jahre seines Lebens der Weitergabe seines Wissens. In seiner Werkstatt arbeiteten und lernten Johann Heinrich Tischbein, Francesco Dagiu, Domenico Maggiotto und Antonio Marinetti. Zu übermäßigem Wohlstand brachte es Giovanni Battista Piazzetta in seinem Leben nie, aber er galt schon seinen Zeitgenossen als großer Künstler und wurde von der Nachwelt vollends in seiner ganzen Bedeutung gewürdigt.

Giovanni Battista Piazzetta starb am 28. April 1754 in seiner Geburtsstadt Venedig.

© Kunsthaus Lempertz

Giovanni Battista Piazzetta Preise

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