Richard Prince

Geburtsdatum/-ort

6. August 1949 in Panamakanalzone

Richard Prince - Ohne Titel (I had a friend who was a clown...)
Richard Prince - Ohne Titel (I had a friend who was a clown...)

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Richard Prince Biografie

Richard Prince interessiert sich für das Mythische im Trivialen und durchforstet auf der Suche nach seinen Sujets ganz zeitgemäß die Instagram-Accounts bekannter wie unbekannter Persönlichkeiten, um aus den verschiedensten Schnappschüssen und Fotografien seine eigenen Werke zu schaffen. Unumstritten ist diese Methode nicht – aber höchst erfolgreich.

Richard Prince - Cowboys, Witze und halbnackte Krankenschwestern

Richard Prince wurde am 6. August 1949 in der vormaligen Panamakanalzone geboren. Seine erste Einzelausstellung verdankte der heute weltberühmte amerikanische Vertreter der Appropriation Art der Ellen Stragow Gallery in New York, die im Jahr 1976 ein gutes Gespür bewies und den zukünftigen Superstar in den Mittelpunkt des Interesses stellte. In den 1980er-Jahren entstand die weltberühmte Bilderserie Cowboys, für die Richard Prince Ausschnitte von Werbefotografien, die der Schweizer Fotograf Hannes Schmid im Auftrag der Zigarettenfirma Marlboro geschaffen hatte, »refotografierte«, wie der Künstler selbst seine Arbeit bezeichnet. Wenigstens zwei Bilder aus dieser Serie wurden von den renommierten Auktionshäusern Christie's und Sotheby's für Millionensummen veräußert. Einen weiteren Schwerpunkt der Kunst von Richard Prince bilden die sogenannten Jokes, Bilder, die oft nur aus einem aufgeschriebenen kleinen Scherz bestehen, manchmal auch durch eine Karikatur oder eine symbolische Zeichnung ergänzt. Populär wurden auch die Nurse Paintings, teils pornografische Collagen mit dem wiederkehrenden Motiv der »Krankenschwester«.

Die Streitfrage: Große Kunst oder frecher Klau?

Richard Prince erstellt zahlreiche seiner Kunstwerke auf Grundlage von Bildern, die ihm persönlich unbekannte Menschen auf Instagram eingestellt haben. Diese garniert er häufig nur mit ein wenig Text oder einem Smiley und verkauft sie dann für beachtliche Summen als eigenständige Werke, ohne die eigentlichen Urheber und Rechteinhaber um Erlaubnis zu fragen oder sie an seinen erheblichen Gewinnen zu beteiligen. Gerne wählt er für seine Arbeit freizügige Motive mit erotischer Konnotation aus. Diese Vorgehensweise brachte Richard Prince viel Kritik ein, man konfrontierte ihn und seine Unterstützer mit Sexismus-Vorwürfen und mitunter wurden sogar Boykottaufrufe laut. Der Künstler selbst ist sich keiner Schuld bewusst und sieht seine Methoden von dem amerikanischen Recht auf »Fair use« gedeckt. Weit mehr Sensibilität zeigte Richard Prince gegenüber seinem eigenen Werk: Weil er mit der Amtsführung des US-Präsidenten Donald Trump nicht einverstanden war, zog er nachträglich seine Autorenschaft von einem Bild zurück, das er an Trumps Tochter Ivanka und ihren Mann Jared Kushner verkauft hatte. Den Kaufpreis erstattete er den Sammlern zurück.

Der Kontext als Kunstidee, Leidenschaft für Lolita

Für Prince steckt in der Übernahme der Bilder anderer der Kern seiner Kunstidee: Es geht um den Kontext, um das Infragestellen der Autorenschaft, der Relationen und Bezüge eines Werks. Die Deutung variiert mit dem Zusammenhang, in den ein Bild gestellt wird, und in genau der Herstellung und Betonung dieses neuen, von ihm geschaffenen Kontexts, sieht Prince seine schöpferische Leistung, sein genuines Kunstwerk. Der bildende Künstler Richard Prince interessiert sich auch abseits seiner textorientierten Werkreihe Jokes für das geschriebene Wort, namentlich für den Romanklassiker Lolita aus der Feder des russisch-amerikanischen Schriftstellers Vladimir Nabokov. Diesen sammelt er leidenschaftlich – und ausschließlich in der Gestalt von seltenen Erstausgaben. Richard Prince nahm an der Biennale von Venedig (1988) und an der Documenta 9 in Kassel (1992) teil, seine Werke schmücken Sammlungen in zahlreichen amerikanischen und europäischen Museen; in Deutschland gehören dazu die Hamburger Sammlungen Falckenberg und Reinking sowie die Sammlung Goetz in München und das Sprengel-Museum in Hannover.

© Kunsthaus Lempertz

Richard Prince Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Richard PrinceOhne Titel (I had a friend who was a clown...)€18.000
Richard PrinceOHNE TITEL (WOMAN WITH HAT)€4.560
Richard PrinceOHNE TITEL (AUS DEM PORTFOLIO: COWBOYS AND GIRLFRIENDS)€3.720
Richard PrinceOHNE TITEL (AUS DEM PORTFOLIO: COWBOYS AND GIRLFRIENDS)€3.600
Richard PrinceIt’s a free concert from now on€1.984

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