Schwind, Moritz von

Geburtsdatum/-ort

21. Januar 1804 in Wien

Todestag/-ort

8. Februar 1871 in Niederpöcking

Moritz von Schwind - ALLEGORISCHER ZYKLUS MIT AMORETTEN ALS VERKÖRPERUNG DER VIER JAHRESZEITEN.
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Moritz von Schwind gab den Märchen und Sagen ein Gesicht und verkörperte gemeinsam mit Carl Spitzweg und Ludwig Richter den letzten Höhepunkt der Spätromantik.

Moritz von Schwind - Studium in Wien, erste prestigeträchtige Aufträge in München

Moritz von Schwind wurde am 21. Januar 1804 in Wien geboren. Als Sohn eines Reichsritters genoss er wie auch seine fünf Brüder eine gute Ausbildung, die ihm eine entsprechende Karriere ermöglichte. Auf dem Schottengymnasium in Wien gehörten Eduard von Bauernfeld und Nikolaus Lenau zu seinen Mitschülern. Entgegen dem Wunsch des Vaters schlug Moritz von Schwind keine Beamtenkarriere ein, sondern begann ein Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien; dort waren Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld und Johann Peter Krafft seine Lehrer. Während seiner Wiener Jahre pflegte Moritz von Schwind gute Bekanntschaft mit Dichtern, Malern und Komponisten, so mit Franz Schubert, Leopold Kupelwieser, Franz von Schober und Franz Grillparzer. Die ausdrückliche Empfehlung von Peter Cornelius führte den jungen Maler 1828 nach München, wo er das Bibliothekszimmer der bayerischen Königin mit Szenen aus dem dichterischen Werk Ludwig Tiecks ausgestaltete. Von München aus unternahm er 1835 eine Studienreise nach Italien, die seinen Malstil allerdings kaum beeinflusste.

Tätigkeit in Karlsruhe, Lehraufträge in Frankfurt und München

Moritz von Schwind übernahm in den Folgejahren weitere Gestaltungsaufträge, sowohl in München für die Residenz und die Burg Hohenschwangau als auch in Sachsen und Baden, mit denen er sich einen achtbaren Ruf als Künstler verschaffte. Seine Entwürfe für Hohenschwangau fußten auf der Biografie Karls des Großen und wurden nicht von ihm selbst, sondern von Franz Xaver Glink ausgeführt. 1840 ging Moritz von Schwind nach Karlsruhe, wo er seine Frau Luise Sachs, eine Offizierstochter, kennenlernte. Für das Karlsruher Ständehaus schmückte er den Sitzungssaal aus, außerdem verzierte er das Erdgeschoss der Staatlichen Kunsthalle mit seinen Fresken. 1844 übernahm er einen Lehrauftrag an der renommierten Frankfurter Städelschule. Dort ließ er sich eine Villa nach eigenen Entwürfen im Stil des romanischen Klassizismus bauen. 1847 kehrte er nach München zurück und trat eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste an. Franz von Schober empfahl die Dienste des Künstlers dem Weimarer Erbgroßherzog zur Ausgestaltung der frisch restaurierten Wartburg.

Monumentale Wandgemälde und kleine Zeitungsillustrationen

Moritz von Schwind stattete die sagenumwobene Burg bei Eisenach in Thüringen mit prachtvollen Wandgemälden aus, die unter anderem den berühmten Sängerkrieg zeigen. Auch Szenen aus dem leidvollen Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen sind zu sehen – der Wartburg-Bilderzyklus gehört zu den bekanntesten Werken des Künstlers. Die Vorliebe für Motive aus der Märchen- und Sagenwelt war für das Werk Moritz von Schwinds charakteristisch und ihre feinfühlige und stimmungsvolle Ausgestaltung trug viel zu seinem Ruhm bei. Neben seinen monumentalen Wandgemälden führte Moritz von Schwind seine Illustrationen auch im kleinen Format aus; seine Zeichnungen erschienen im Münchner Bilderbogen und in den Fliegenden Blättern. Er entwarf außerdem zahlreiche kunsthandwerkliche Gegenstände wie Pokale, Kannen, Tafelaufsätze und mehr. Für die Wiener Hofoper entstanden Fresken mit Szenen aus Mozarts Zauberflöte. Sein Spätwerk, den sogenannten Melusinen-Zyklus, vollendete der Künstler erst ein halbes Jahr vor seinem Tod.

Moritz von Schwind starb am 8. Februar 1871 in Niederpöcking im Königreich Bayern.

© Kunsthaus Lempertz

Moritz von Schwind Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Moritz von SchwindALLEGORISCHER ZYKLUS MIT AMORETTEN ALS VERKÖRPERUNG DER VIER JAHRESZEITEN.€17.850
Moritz von SchwindHerr Winter€15.000
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Moritz von SchwindHüpfender Zwerg (Rumpelstilzchen)€2.480

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