Jan Brueghel d. J. - ALLEGORIE DES WASSERS

Jan Brueghel d. J. - ALLEGORIE DES WASSERS - image-1
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Jan Brueghel d. J.

ALLEGORIE DES WASSERS

Öl auf Holz (parkettiert). 36,5 x 49,5 cm.

und
JAN VAN BALEN
1611 Antwerpen - 1654 Antwerpen

In seinem Gutachten datiert Klaus Ertz das vorliegende Gemälde in die späten 40er Jahre des 17. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei „um eines der noch wenigen Beispiele für die Zusammenarbeit der beiden Maler Jan Brueghel d. J. und Jan van Balen (1611 Antwerpen - 1654 Antwerpen)", wobei Ersterer für die Landschaft und die Tiere, der Zweite hingegen für die Figuren zuständig war. Die Väter der beiden Künstler, Jan Brueghel d. Ä. und Hendrik van Balen, waren bereits als Maler außerordentlich erfolgreich und so haben die Söhne jeweils im Atelier des Vaters ihre erste Ausbildung erfahren. Gemeinsam ist beiden Söhnen auch eine Italienreise, die Jan Brueghel d. J. 1622 beginnt und 1625 abbrechen muss, nachdem er vom Tod seines Vaters erfahren hatte. Jan van Balen reist 1639 nach Italien und kehrt zwei Jahre später nach dem Tod seines Bruders in Rom nach Antwerpen zurück.
Die „Allegorie des Wassers“ zeigt Amphitrite, die Göttin des Meeres, am Ufer einer bewaldeten Landschaft mit Blick auf das Meer. Das Bild ist nahezu übersät mit Hinweisen auf das Element des Wassers, seien es verschiedenste Sorten Fisch, darunter auch fliegende Fische, Muscheln, Krebse, Korallen oder Perlen. Das Gemeinschaftswerk der beiden Söhne findet einen Vorläufer in einem Gemeinschaftswerk der beiden Väter. Dieses um 1611 entstandene Gemälde mit demselben Bildthema, das heute in der Galleria Doria Pamphilj in Rom aufbewahrt wird, zeigt eine vergleichbare Komposition. Jedoch haben die Söhne das Bild ihrer Väter nicht kopiert, sondern finden in einer Anlehnung an das Vorbild zu einer eigenständigen Bildlösung.

Zertifikat

Klaus Ertz, Lingen, 9.2.2009.

Provenienz

Süddeutsche Privatsammlung.

Lot 1166 Dα

Schätzpreis:
70.000 € - 80.000 €

Ergebnis:
79.300 €