Vase mit zwei Berliner Ansichten

Vase mit zwei Berliner Ansichten

Porzellan, Emaildekor, Lapislazulifond mit Goldpunkten, radierte Matt- und Glanzvergoldung und Vergoldung über Biscuit. Vase mit Rosettenhenkeln, gebrannt in drei miteinander verschraubten Teilen: Korpus mit Hals und beiden Henkeln, untere Wandung und Rundfuß mit Plinthe. Auf beiden Schauseiten zwei eckige Bildfelder mit radierten Rahmen um die fein gemalten bezeichneten Ansichten "Das Brandenburger Thor zu Berlin." und "Das Museum in Berlin". Blaumarke Zepter mit KPM, rote Reichsapfelmarke, schwarzer Stern. H 69,5 cm. Die Vase wird mit einem speziell angefertigten weißen Marmorpostament verkauft.
Berlin, KPM, 1837 - 44.

Das Königliche, davor Neue Museum in Berlin gilt neben der von Klenze entworfenen Glyptothek in München als ältester Museumsbau Deutschlands. Das wie ein griechischer Tempel anmutende Gebäude wurde von dem genialen Architekten und Stadtplaner Karl Friedrich Schinkel entworfen und ist zweifellos eines seiner Meisterwerke. Am 3. August 1830, dem 60. Geburtstag König Friedrich Wilhelms III., fand die Einweihung und Eröffnung statt. Vor dem Treppenaufgang steht heute noch die große, aus einem Stein gefertigte Granitschale, das "Weltwunder des Biedermeiers", nachdem die ursprünglich angedachte Aufstellung in der Rotunde im Innern des Museums wegen der überaus schwierigen Logistik nicht eingehalten werden konnte. Und davor erstreckt sich der Lustgarten, die erste öffentliche innerstädtische Parkanlage Berlins, die in nahezu unveränderter Form heute erlebt werden kann.
In der Kombination der beiden Ansichten Brandenburger Tor und neues Museum drückt sich der Stolz des Auftraggebers auf seine moderne Stadt besonders deutlich aus. Hinter dem Tor führt die Allee Unter den Linden direkt zum Lustgarten und den dahinter liegenden Gebäuden, dem Museum oder aber dem Berliner Dom, der noch am rechten Rand zu sehen ist.

Provenienz

Ehemals Preussag-Sammlung

Lot 450 Dα

Schätzpreis:
8.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
27.280 €