Christian Rohlfs - Sonnenblume

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Christian Rohlfs

Sonnenblume
1934

Wassertempera, gebürstet und gekratzt, auf festem Aquarellbütten 78 x 57 cm Unter Glas gerahmt. Unten rechts ockergelb monogrammiert und undeutlich datiert 'CR 34'. Rückseitig vom Nachlass mit Bleistift nummeriert und betitelt "Nr. 10 Sonnenblume". - Mit Atelierspuren, sehr farbfrisch erhalten.

Das Spätwerk von Christian Rohlfs lässt sich als Höhepunkt seines vitalen und facettenreichen künstlerischen Schaffens verstehen, als finale Synthese seiner realistischen, impressionistischen und expressionistischen Gestaltungsprinzipien.
Von der Natur, sagte Christian Rohlfs bereits 1911, wolle er keine Bilder malen, vielmehr sich aus ihr Material verschaffen (vgl. Erich Franz, Präsenz des Unabgrenzbaren: Zu den späten Temperabildern von Christian Rohlfs, in: Achim Sommer/Erich Franz, Christian Rohlfs: Das Licht in den Dingen, Köln 1999, S. 14). So ist die vorliegende Arbeit weniger als Darstellung einer Sonnenblume zu verstehen, denn als Auseinandersetzung mit den immateriellen Qualitäten der Farbe. Die Natur der Blüte, ihr Wachsen, Erblühen und Verwelken referiert dabei gleichermaßen auf den metaphysischen Prozess des Malens als produktivem Akt der Sichtbarmachung wie auf die ephemere Präsenz der Erscheinung von Farbe und Form.

Werkverzeichnis

Nicht bei Vogt

Provenienz

Von dem Vorbesitzer über Paul Vogt, Essen, in den 1970er Jahren erworben, seitdem Familienbesitz Rheinland

Lot 338 Dα

Schätzpreis:
22.000 € - 25.000 €

Ergebnis:
17.980 €