Hermann Max Pechstein - Badende

Hermann Max Pechstein - Badende - image-1
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Hermann Max Pechstein

Badende
1911

Gouache 38,5 x 53 cm Unten rechts signiert - Mit geringfügigen Altersspuren

Hermann Max Pechstein verbrachte frisch verheiratet den Sommer 1911 in Nidden mit seiner Frau, wo der Lebensunterhalt nicht so kostspielig war wie in Berlin. Er erlebte
"[...] 'das große Glück, ständig einen Menschen in voller Natürlichkeit um mich zu haben, dessen Bewegungen ich aufsaugen konnte'. An dem vertrauten Ort setzte er 'sein Trachten fort, Mensch und Natur in eins zu erfassen, stärker und innerlicher als 1910 in Moritzburg'." (zit. nach Madgalena Möller (Hg.), Max Pechstein - Sein malerisches Werk, München 1996, S. 16)
Die Mitglieder der 1905 gegründeten Künstlervereinigung "Brücke", zu der auch Karl Schmidt-Rottluff zählte, fuhren in diesen Jahren häufig zu gemeinsamen Arbeitsaufenthalten an die Seen von Moritzburg und nach Nidden an die Ostsee. Das vorliegende, bislang verschollene Aquarell aus dem Besitz des mit Pechstein befreundeten Karl Schmidt-Rottluff zeichnet sich durch die von den Brücke-Künstlern angestrebte Spontaneität in der Erfassung der menschlichen Bewegung aus. Die Palette ist auf die Farben Rot, Grün und Blau beschränkt und im expressionistischen Sinn nicht als Lokalfarben gegenstandsgebunden. Vielmehr sind die Farben Ausdruck des individuellen Empfindens und sind gleichsam visuelle Umsetzung der vor Vitalität sprühenden Szenerie, in der sich das bewegte Meer im Inkarnat der Badenden spiegelt.

Provenienz

Sammlung Karl Schmidt-Rottluff; Geschenk Schmidt-Rottluffs an den Vorbesitzer (um 1960); seitdem in Familienbesitz

Lot 919 Dα

Schätzpreis:
20.000 € - 25.000 €

Ergebnis:
23.800 €