Heinrich Bürkel - ÜBERFALL AUF EINE KUTSCHE

Heinrich Bürkel - ÜBERFALL AUF EINE KUTSCHE - image-1
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Heinrich Bürkel

ÜBERFALL AUF EINE KUTSCHE

Öl auf Leinwand (doubliert). 43 x 55,5 cm.
H Bürkel (HB ligiert).

Es haben sich vier Bleistiftskizzen erhalten, in denen Heinrich Bürkel die Komposition dieses Gemäldes entwickelt hat - Zeichnungen, die den Prozeß der Bildfindung durch den Künstler veranschaulichen (vgl. Hans-Jürgen Imiela (Hg.): Der Maler Heinrich Bürkel. Ausstellung Pirmasens 1982, Pirmasens 1982, S. 84-85). Die erste Zeichnung zeigt in einer bewegten Komposition den dramatischen Moment des Überfalls, in dem sich die bewaffneten Räuber der fahrenden Kutsche in den Weg stellen. In der zweiten Zeichnung ist das Bildkonzept geändert, obgleich die Darstellung nicht minder dramatisch ist: Nun ist zu sehen, wie einer der Räuber die Fahrgäste mit seinem Gewehr in Schach hält, während der Rest der Bande die Kutsche ausräumt. Diese Komposition übernimmt Bürkel - dann seitenverkehrt - in einer weiteren Zeichnung sowie im Gemälde.
Ein in der Komposition vergleichbares Aquarell, das den Überfall deutlich brutaler wiedergibt, ist mit "Rom" bezeichnet und verdeutlicht, dass es sich bei unserem Gemälde um eine Begebenheit aus Italien handelt, wo sich Heinrich Bürkel zweimal (zwischen 1830 und 1832 sowie zwischen 1837 und 1853/54) aufhielt.

Lot 1896 Dα

Schätzpreis:
12.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
14.400 €