Auktion 962, Moderne Kunst, 02.06.2010, 00:00, Köln Lot 571

Hans Purrmann, Blumenstilleben

Hans Purrmann, Blumenstilleben, 1910-1914, Auktion 962 Moderne Kunst, Lot 571

Öl auf Leinwand 64,5 x 54,3 cm, gerahmt. Unten rechts schwarz signiert Purrmann. - Mit wenigen, sehr kleinen und unauffälligen Farbausbrüchen.

Mit einer Foto-Expertise vom Hans Purrmann-Archiv, München, Felix Billeter, vom 17.4.2009; die Arbeit wird in den Nachtrag zum Werkverzeichnis der Gemälde von Hans Purrmann aufgenommen und ist unter der Archiv-Nr. 1398 registriert.

Provenienz

Privatsammlung Brüssel

Das Blumenstilleben ist in den letzten Jahren entstanden, die Hans Purrmann in Paris verbrachte. Dort war auf sein und das Bestreben einiger anderer Schüler hin die Académie Matisse mit Henri Matisse als Lehrer Ende 1907 gegründet worden. Die Schule war zuerst in einer alten Klosteranlage beheimatet, wo Matisse und später auch Purrmann selbst einzogen. Purrmann war mit Matisse befreundet und wurde nicht nur sein Schüler, sondern auch "massier" der Schule, eine Art Manager, der sich um die organisatorischen Belange kümmerte.

Typisch für Purrmanns späte Pariser Jahre ist der zügige Duktus seiner Blumenstilleben, in denen Bildhintergrund und Möbel eher undifferenziert gegeben sind, aber auch die Ausstattung mit dem auffällig in bunten Rhomben gemusterten Stoff und der grüne Krug mit beschädigtem Henkel finden sich in verschiedenen anderen Stilleben aus der Zeit von 1908 bis 1914, dem Jahr des kriegsbedingten Weggangs aus Paris (vgl. Christian Lenz/Felix Billeter, Hans Purrmann. Die Gemälde I, Werkverzeichnis, München 2004, Nrn. 1908/03, 1908/04, 1910/08, 1910/09).

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