Robert Delaunay

Geburtsdatum/-ort

12. April 1885, Paris, Frankreich

Todestag/-ort

25. Oktober 1941, Montpellier, Frankreich

Robert Delaunay - No. 11
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Robert Delaunay Biografie

Robert Delaunay wurde durch sein Streben nach der »reinen Malerei« berühmt; der französische Künstler setzte mit seiner praktischen und theoretischen Arbeit einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der modernen Malerei nicht nur in Frankreich.

Robert Delaunay - Autodidaktische Anfänge im Neoimpressionismus

Robert Delaunay wurde am 12. April 1885 in Paris geboren. Seine Kindheit verbrachte er nach der Scheidung seiner Eltern auf dem Landsitz seiner Tante und seines Onkels in La Ronchère bei Bourges. Die Schule verließ er vorzeitig zugunsten einer Ausbildung zum Bühnenmaler. In den Jahren 1903 bis 1905 entstanden seine ersten Bilder im Stil des Neoimpressionismus, den er sich als Autodidakt angeeignet hatte. Robert Delaunay fasste den Beschluss, Maler zu werden, musste aber zunächst seinen Militärdienst als Regimentsbibliothekar ableisten. 1908 kehrte er nach Paris zurück und traf dort seine spätere Frau Sonia Terk, die selbst malte und zu diesem Zeitpunkt noch mit dem deutschen Kunsthändler Wilhelm Uhde verheiratet war. In der anregenden Atmosphäre von Paris entstanden Delaunays erste Serien, darunter mehrere Darstellungen des Eiffelturms. Das Pariser Wahrzeichen, das erst 1889 anlässlich der Weltausstellung errichtet worden war, faszinierte den jungen Maler. Der Turm rede das Weltall an, schrieb er unter eine frühe Studie des Motivs.

Auf Würfel folgen Kreise: Über den Kubismus zum Orphismus

Robert Delaunay heiratete 1910 Sonia Terk und ließ sich mit ihr in Paris nieder. Die Atelierwohnung des jungen Paars wurde zu einem beliebten Treffpunkt für die Pariser Kunstszene. Die Hinwendung zum Kubismus brachte Robert Delaunay bei einer Ausstellungsteilnahme jedoch harsche Kritik ein. Auf Einladung von Wassily Kandinsky schloss er sich der Künstlergemeinschaft »Der Blaue Reiter« an. 1912 endete mit dem Übergang zur reinen Farbmalerei auch Delaunays kubistische Phase. Der neue Stil orientierte sich an der Farbtheorie des Chemikers Michel Eugène Chevreul und basierte vor allem auf Kreisgebilden. Delaunays neue Malweise fand großen Anklang bei Künstlerkollegen wie Franz Marc, Paul Klee und August Macke und regte den Dichter und Schriftsteller zu der Wortschöpfung des »Orphismus« an. Delaunay selbst war mit dieser Bezeichnung nicht glücklich und wollte seine Kunst lieber als einen »zerteilten Kubismus« (»Cubisme écartelé«) verstanden wissen. 1913 richtete ihm Herwarth Walden eine große Einzelausstellung in seiner Berliner Galerie »Der Sturm« aus.

Die Frage nach der praktischen Anwendbarkeit der Kunst

Robert Delaunay und Sonia Delaunay-Terk verbrachten ihren Urlaub in Spanien, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Gemeinsam arbeiteten sie in Madrid an Bühnen- und Kostümentwürfen für die Oper. In Spanien entstanden auch die einzigen Aktgemälde des Künstlers. Die Rückkehr nach Paris brachte einen engen Kontakt mit der noch jungen Bewegung der Dadaisten mit sich. Robert Delaunay porträtierte mehrere der jungen Dichter, die bei ihm verkehrten, wie Tristan Tzara, André Breton und Louis Aragon. Er selbst verfasste Schriften, in denen er sich mit der praktischen Anwendbarkeit der Kunst in der Architektur und im Handwerk beschäftigte. 1931 traten er und seine Frau der Gruppe »Abstraction-Création« bei. 1937 gestalteten Robert und Sonia Delaunay zwei Pavillons für die Pariser Weltausstellung. 1938 schuf Robert Delaunay mit den Dekorationen für die Skulpturenhalle des Salon des Tuileries sein letztes Werk. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Besetzung Frankreichs führte das Ehepaar Delaunay nach Südfrankreich in die Auvergne.

Robert Delaunay starb am 25. Oktober 1941 in Montpellier an einem Krebsleiden.

© Kunsthaus Lempertz

Robert Delaunay Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Robert DelaunayNo. 11€9.520
Robert DelaunaySaint-Séverin€6.780
Robert DelaunaySaint-Séverin€1.920

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