Walter Gramatté

Geburtsdatum/-ort

1897 Berlin

Todestag/-ort

1929 Hamburg

Walter Gramatté
Walter Gramatté - Café

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Walter Gramatté Biografie

Walter Gramatté hatte seine Wiege als Künstler auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs. Die dort erlebten Schrecken ließen den deutschen Maler, der dem magischen Realismus zugerechnet wird, in seinem späteren Leben nicht los und prägten lange Jahre sein Schaffen.

Walter Gramatté - Eine Malerlaufbahn im Schatten des Krieges

Walter Gramatté wurde am 8. Januar 1897 in Berlin geboren. Der Sohn eines Bäckers konnte wie so viele junge Menschen seiner Generation die Tragweite des Geschehens nicht abschätzen, als er sich freiwillig zum Militärdienst meldete. Seine schlechte gesundheitliche Verfassung sorgte aber für eine Freistellung von den meisten Kampfeinsätzen, sodass er noch während des Krieges ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Berlin aufnehmen konnte. Trotzdem prägten die Kriegserfahrungen die Persönlichkeit des jungen Künstlers auf nahezu traumatische Weise; dem erlebten und bezeugten Schrecken vermochte sich Walter Gramatté kaum zu entziehen, wovon seine frühen Bilder ein sehr eindrückliches Zeugnis ablegen. 1917 eröffnete er in Berlin sein erstes eigenes Atelier, das sich rasch zu einem Treffpunkt für bildende Künstler und Literaten entwickelte; besonders enge Freundschaft schloss Walter Grammaté mit dem Dichter und Schriftsteller Hermann Kasack. Eine erste Ehe des von Zweifeln und Ängsten geplagten Künstlers verlief hingegen äußerst unglücklich.

Glückliche Jahre mit seiner zweiten Ehefrau

Walter Gramatté fand 1920 in der russischen Pianistin Sonia Fridman eine zweite Ehefrau und das ersehnte persönliche Glück, das sich in einer deutlichen Aufhellung seiner künstlerischen Arbeit niederschlug. Über 150 Bildnisse seiner Frau mit ihrem charakteristischen Bubikopf entstanden und zeugten von der tiefen Liebe, die der Künstler empfand. Neben einer vergleichbaren Anzahl an Selbstporträts, die stets nur den Kopf des Malers mit einem Ausdruck zarter Verwirrung zeigten, konzentrierte sich Walter Gramatté in diesen glücklichen Jahren auf Landschaften und Blumen. Ein mehr als deutlicher Kontrast zu den früheren Jahren, in denen der Künstler apokalyptisch anmutende Radierungen wie Der große Irre mit der Fahne oder Die schwarze Sonne schuf. Immer wieder blitzte auch eine religiös verwurzelte Sehnsucht nach Erlösung durch, so bei der 1919 entstandenen künstlerischen Darstellung der Kreuzabnahme. Kenner vergleichen dieses aufgewühlte Frühwerk mit der Kunst von Lyonel Feininger und Ludwig Meidner. Zur Ruhe kam Walter Gramatté nicht nur durch zweite Frau Sonia, sondern auch durch einen langen Aufenthalt in Spanien, dessen lichtdurchflutete Landschaften ihm als wohltuendes und geschätztes Motiv dienten.

Ein früher Tod und zeitweiliges Vergessen

Walter Gramatté starb am 9. Februar 1929 in Hamburg an Tuberkulose, nur einen Monat nach seinem 32. Geburtstag. Seine Künstlerfreunde würdigten ihn auf ihre Weise: Karl Schmidt-Rottluff gestaltete den Grabstein, Hermann Kasack setzte ihm in seinem 1947 veröffentlichten Roman Die Stadt hinter dem Strom mit der Figur des Malers Catell ein literarisches Denkmal. Seine junge Witwe heiratete den Kunsthistoriker und Journalisten Ferdinand Eckhardt und machte sich als Sophie-Carmen Eckhardt-Gramatté einen Namen als Komponistin. Trotz seines kurzen Lebens und der meist widrigen Umstände hinterließ Walter Gramatté ein umfangreiches Oeuvre aus 123 Ölgemälden, 240 Aquarellen, ebenso vielen Druckgrafiken und 400 Handzeichnungen. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs und durch die Verfemung der Nationalsozialisten ging ein Teil des Werkes verloren. Es gilt als Verdienst von Ferdinand Eckhardt, dem zweiten Ehemann von Gramattés großer Liebe Sonia, dass der Nachlass des früh verstorbenen Künstlers gegen viele Widerstände erhalten blieb. Weil Eckhardt zu diesem Zweck den Großteil des Werkes nach Kanada schaffte, blieb Gramatté in seiner Heimat Deutschland nach dem Krieg lange Zeit vergessen. Erst in den späten 1980er-Jahren beschäftigte man sich auf Betreiben des hochbetagten Eckhardt wieder mit Walter Gramatté; 2008 feierten das Ernst Barlach Haus in Hamburg und das Kirchner Museum in Davos mit einer gemeinschaftlichen Ausstellung die Wiederentdeckung des Künstlers.

© Kunsthaus Lempertz

Walter Gramatté Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Walter GramattéCafé€24.800
Walter GramattéBarcelona€6.820
Walter GramattéFrau im Bett (schlafend) - Schlafendes Mädchen I€5.445
Walter GramattéAus Granada€4.477

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