Urs Luethi

Geburtsdatum/-ort

10. September 1947, Kriens, Schweiz

Urs Luethi - Selbstportrait
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Urs Luethi Biografie

Berühmt geworden ist Urs Lüthi als Fotograf, Maler und Bildhauer, doch wahrscheinlich hätte ihm auch eine glänzende Laufbahn als Schauspieler offen gestanden: Kaum ein Künstler beweist eine solche Vielseitigkeit, schlüpft in so viele Rollen, beherrscht eine derart begnadete Selbstinszenierung wie der unermüdliche Schweizer Medien-Virtuose.

Urs Lüthi - Der Künstler, der sich selbst zum Kunstwerk machte

Urs Lüthi wurde am 10. September 1947 in Kriens im Kanton Luzern in der Schweiz geboren. Für Kunst interessierte er sich schon früh: Bereits als Schüler besuchte Urs Lüthi verschiedene Künstler aus seinem näheren Umfeld in ihren Ateliers, und ganz folgerichtig ging er selbst ein Jahr lang von 1963 bis 1964 auf die Kunstgewerbeschule in Zürich. Seine Frühwerke bestanden weitgehend aus großformatigen Pop-Art-Bildern, die ihm aber kein großes Publikum erschlossen. Von 1968 bis 1971 schloss er sich zu einer Ateliergemeinschaft mit David Weis zusammen, durchlief eine bedrückende Schaffens- und Lebenskrise und wandte sich schließlich der performativen Fotografie zu. Sein bevorzugtes und mehr oder weniger einziges Motiv war dabei er selbst: Indem er sich selbst in den verschiedensten Rollen und Bezügen fotografierte, stellte er die bestehenden gesellschaftlichen und geschlechtlichen Konstruktionen infrage. Zu einer Zeit, als die Fotografie längst nicht den Status einer akzeptierten Kunstform besaß, entschied sich Urs Lüthi mit Bedacht dafür, seine Leinwände mit schwarz-weiß aufgenommenen Fotografien seiner selbst zu füllen – immer in einer anderen Rolle, oft androgyn, als weibliche Verführerin, mal gut gekleidet, mal verwahrlost. Damit gehörte er zu den sogenannten »Transformers«, Performance-Künstlern, die ihren Körper einem künstlerischen Wandel unterzogen, um einen gesellschaftlichen Wandel zu erzielen.

Der Maler, der als Fotograf berühmt wurde

Urs Lüthi bezog ab den späten 1970er-Jahren auch die Farbfotografie in sein Schaffen mit ein und erweiterte sein motivisches Spektrum. Der lange ausgebliebene Erfolg stellte sich nun umfassend ein, er wurde beachtet und eingeladen, nahm an bedeutenden kulturellen Ereignissen wie der von Jean-Christophe Ammann organisierten Ausstellung »Visualisierte Denkprozesse« im Kunstmuseum in Luzern teil. Die Rezeption seiner Kunst erreichte auch andere Disziplinen; der französische Philosoph Philippe Lacoue-Labarthe widmete Lüthis Fotoserie »Just another story about leaving« im Jahr 1979 eine Studie. Lüthi nahm an der Documenta 6 in Kassel teil, erhielt 2009 den Arnold-Bode-Preis und gehörte mit Stephan Balkenhol und Aron Demetz zu den ersten drei Teilnehmern der Meraner Kunstinitiative, für die er ein »Selbstporträt als Franz Kafka« beisteuerte.

Der Lehrer, der sich als Entdecker seiner Schüler sah

Obwohl er sich selbst immer wieder zum Gegenstand seiner Kunst machte und so in den Mittelpunkt stellte, war Urs Lüthi als Lehrer angenehm zurückhaltend: Für eine Gemeinschaftsausstellung mit seinen Schülern achtete er penibel darauf, dass deren vielfältige Positionen sichtbar wurden und nicht etwa eine uniforme »Lüthi-Schule« alles überschatte. Zwanzig Jahre lang hatte Urs Lüthi in Kassel an der dortigen Kunsthochschule eine Professur inne, zwanzig Jahre, die er dazu nutzte, eine besondere Beziehung zu seinen vielen Schülern aufzubauen. Die Mühe hat sich gelohnt: Er habe seine Schüler immer als Person entdecken wollen, lobt seine frühere Schülerin Kathrin Balkenhol. Für Urs Lüthi ist das unabdingbar: Damit ein Künstler wirklich erfolgreich sein kann, muss er zunächst wissen, was ihn zur Kunst treibt.

Seit 1986 ist Urs Lüthi verheiratet; mit seiner Frau, der Schauspielerin Ulrike Willenbacher, hat er eine gemeinsame Tochter, die 1989 geborene Maria.

© Kunsthaus Lempertz

Urs Luethi Preise

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