Aert van der Neer

Geburtsdatum/-ort

1603, Gorinchem, Niederlande

Todestag/-ort

9. November 1677, Amsterdam, Niederlande

Aert van der Neer - FLUSSLANDSCHAFT IM MONDSCHEIN
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Aert van der Neer Biografie

Aert van der Neer, auch als Aart oder Artus van der Neer geführt, schuf eine Vielzahl an Landschaftsbildern, die wegen ihres eigentümlichen Charmes bei Sammlern sehr beliebt sind. Häufig setzte der niederländische Barockmaler seine Motive bei Nacht oder im Winterkleid in Szene.

Aert van der Neer – Die Malerei erst spät als Hobby entdeckt

Aert van der Neer, geboren 1603 in Gorinchem, hat nicht nur mit besonderer Vorliebe und großer Könnerschaft Nachtszenen gemalt, sondern ist auch selbst weitgehend im Dunkeln verborgen geblieben. Erst 2008 konnte die Forschung den Geburtsort des Künstlers ermitteln, der erst spät mit dem Malen begonnen zu haben scheint. Das früheste erhaltene Werk Aert van der Neers datiert auf das Jahr 1639 und zeigt eine Winterlandschaft, die in ihrer Ausführung noch recht unbeholfen wirkt. Eine weitere Winterlandschaft aus dem Jahr 1642 wirkt im Vergleich um ein Vielfaches ausgereifter, was zeitliche Rückschlüsse auf den künstlerischen Werdegang van der Neers zulässt. Sein Landsmann Arnold Houbraken berichtet in seinem berühmten dreibändigen Künstlerverzeichnis, dass Aert van der Neer zunächst als Verwalter der Herren von Arkel gearbeitet habe. 1629 heiratete er Lysbeth (Elisabeth) Camphuysen, deren Brüder Rafael und Jochem Govertsz Camphuysen als Maler tätig waren. Wahrscheinlich war es der Umgang mit seinen Schwägern, der Aert van der Neer zum Malen anregte und ebenso wahrscheinlich erhielt er seine erste Unterweisung in deren Atelier.

Zeitweilige Arbeitsgemeinschaft mit Aelbert Cuyp

Aert van der Neer malte am liebsten Landschaften, bevorzugt die Flüsse und Wasserläufe seiner Heimat, wobei er ein besonderes Gespür dafür entwickelte, Stimmungen bei Nacht und im Winter einzufangen. Nachdem Aert van der Neer Zeuge eines verheerenden Brandes war, der das alte Rathaus von Amsterdam verzehrte, verarbeitete er diesen Unfall in mehreren Bildern. Obwohl er den Großteil seines Lebens in Amsterdam verbracht zu haben scheint, muss er sich dem Zeugnis seiner Bilder nach auch in Haarlem und Leiden gut ausgekannt haben. Sehr wahrscheinlich pflegte er eine Künstlerfreundschaft mit Aelbert Cuyp, dessen Heimatstadt Dordrecht auf mehreren Bildern van der Neers auftaucht – es gibt sogar Leinwände, auf denen sich die Handabdrücke beider Maler finden lassen. Cuyp hat wohl Aert van der Neer bei manchen Bildern unterstützt und dessen Landschaften mit Figuren belebt. Im Louvre hängt ein van der Neer, in den Cuyp offensichtlich Kühe gemalt hat, die National Gallery in London besitzt ein Werk, für das Cuyp eine Milchmagd beigesteuert (und gesondert signiert hat).

Das Malen war zu Lebzeiten brotlose Kunst

Aert van der Neer tat sich schwer, mit seinen Bildern den Lebensunterhalt für sich und seine wachsende Familie – er bekam mindestens sechs Kinder – zu verdienen. Seine Landschaften wurden nur wenig geschätzt, und er versuchte sich als Gastwirt und Weinhändler, ging aber binnen zweier Jahre bankrott. Als er in bitterer Armut starb, besaßen die Bilder in seinem Nachlass nur einen Wert von etwa fünf Schillingen pro Stück. Heute hat sich das Bild gewandelt, das Werk van der Neers erfreut sich seines eigenwilligen Charmes wegen großer Beliebtheit und ist in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden. Die erlesenste Auswahl seiner Werke findet sich in der Eremitage in Sankt Petersburg.

Aert van der Neer starb am 9. November 1677 in Amsterdam. Sein Sohn Eglon van der Neer war ein begabter Porträtist und brachte es bis zum kurpfälzischen Hofmaler in Düsseldorf.

© Kunsthaus Lempertz

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