Jean-Paul Riopelle

Geburtsdatum/-ort

1923 Montreal

Todestag/-ort

2002 Ile-aux-Grues

Jean-Paul Riopelle
Jean-Paul Riopelle - Éole

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Jean-Paul Riopelle Biografie

Mit seinen Farbexplosionen und abstrakten Landschaften wurde Jean-Paul Riopelle zu einem wichtigen Vertreter des Action Painting und zu einem der bedeutendsten Künstler Kanadas. Auf diesen Durchbruch musste der Maler jedoch lange warten.

Jean-Paul Riopelle - Unterricht bei Paul-Emile Borduas, Inspiration durch Wols

Jean-Paul Riopelle wurde am 7. Oktober 1923 in Montreal geboren. Das 1940 begonnene Studium der Mathematik brach er bald wieder ab – zugunsten der Malerei, die er sich an der Kunstakademie von Montreal näherbringen ließ, wo der frankokanadische Meister Paul-Emile Borduas sein Lehrer war. 1947 verließ Jean-Paul Riopelle seine Heimat und übersiedelte nach Paris, dem Sehnsuchtsort und Treffpunkt zahlloser Künstler. Dort kam er mit den zeitgenössischen Stilrichtungen des Action Painting, des Surrealismus und des Automatismus in Kontakt, pflegte Umgang mit bedeutenden Vertreter des Informel und des Tachismus, wie Alfred Otto Wolfang Schulze, der unter seinem Künstlernamen Wols berühmt geworden war. Dessen wegweisenden Arbeiten beeindruckten Jean-Paul Riopelle tief und prägten die Suche nach seinem eigenen Stil nachhaltig. Diesen fand er im Action Painting.

Auf dem Weg zum kanadischen Meister des Action Painting

Als bedeutendster kanadischer Vertreter des Action Painting brachte es Jean-Paul Riopelle in den 1960er-Jahren zu Weltruhm, aber an diesen Durchbruch war zu Beginn seiner Karriere noch nicht zu denken. In seinen frühen Jahren ging er ganz klassisch zu Werke und betrieb das Action Painting in seiner ungefilterten Reinform, ließ einfach Farbe auf seine Leinwände tropfen. Als Mitglied des frankokanadischen Künstlerkreises Les Automatistes, den sein Lehrer Paul-Emile Borduas ins Leben gerufen hatte, setzte er ganz bewusst auf Spontanität als tragendes Prinzip bei der Schaffung seiner Kunstwerke. Erst ab dem Jahr 1950 änderte er diese Arbeitsweise wieder, fokussierte sich auf eine ausgeprägte Chromatik, schleuderte seine Farben förmlich auf die Leinwand und verteilte sie danach mit dem Spachtel – ganz in der Tradition des Großmeisters des Action Painting, Jackson Pollock. So entstanden bunte, mosaikähnliche Bilder, die mit der Zeit ein großes Publikum fanden.

Der Durchbruch: Biennale, Documenta, UNESCO und Olympia

Jean-Paul Riopelle war zwei Jahrzehnte mit der dem Abstrakten Expressionismus verhafteten Malerin Joan Mitchell liiert, die er bereits 1956 kennengelernt hatte. Ihre erste Begegnung verarbeitete er künstlerisch in einem Bild dieses Namens, gemeinsam lebten sie eine Zeit lang in Paris und Vétheuil, wo auch Claude Monet seinen Alterssitz hatte. Mit seinem Schüler und Assistenten Michel Vermeulen arbeitete Riopelle an dem monumentalen Werk Hommage à Rosa Luxembourg. Für seine Kunst erhielt Jean-Paul Riopelle Preise und Auszeichnungen, so 1962 den UNESCO-Preis anlässlich seiner Teilnahme an der Biennale. Zweimal war er zu Gast auf der Documenta in Kassel. Ein äußerst ehrenvoller Auftrag war die Gestaltung von Skulpturen und Brunnen für das Olympiastadion in seiner Heimatstadt Montreal. Jean-Paul Riopelle pflegte ein Leben lang fruchtbaren Umgang mit zahlreichen bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten, darunter die Schriftsteller Samuel Beckett und André Berton sowie der Schweizer Maler und Bildhauer Alberto Giacometti.

Jean-Paul Riopelle starb am 12. März 2002 im Alter von 72 Jahren in Ile-aux-Grues nahe Québec. Im selben Jahr wurden seine Werke auf der Gruppenausstellung Art Chicago 2002 präsentiert.

© Kunsthaus Lempertz

Jean-Paul Riopelle Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Jean-Paul RiopelleÉole€136.400
Jean-Paul RiopelleRose Vision Blanche€124.950
Jean-Paul RiopelleOhne Titel€80.920
Jean-Paul RiopelleOhne Titel€59.500

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