Christian Rohlfs - Zweig mit gelben Früchten - image-1

Lot 389 Dα

Christian Rohlfs - Zweig mit gelben Früchten

Auktion 1004 - Übersicht Köln
30.11.2012, 00:00 - Moderne Kunst
Schätzpreis: 18.000 € - 20.000 €
Ergebnis: 19.520 € (inkl. Aufgeld)

Christian Rohlfs

Zweig mit gelben Früchten
1931

Aquarell und Gouache auf Aquarellbütten 37,9 x 28 cm und datiert 'CR 31'

Ab 1927 verbrachte Rohlfs des größten Teil des Jahres in Ascona, wo vor allem Blumenstillleben wie auch einige Landschaftsbilder entstanden. Die Malerei in Öl hatte er zu diesem Zeitpunkt weitgehend aufgegeben. Vorwiegend in leuchtendem Gelb und Ultramarinblau schildert Rohlfs bei dem vorliegenden Spätwerk die Schönheit eines unter der Last von Früchten schwer herabhängenden Zweiges. Die charakteristische Handschrift mit ihren knappen, spontanen Pinselstrichen erinnert an frühe Arbeiten des expressionistischen Künstlers. Ihm gelingt es das Naturvorbild zu abstrahieren, ohne sich ganz von ihm zu entfernen. Diese Abstraktion liegt nicht nur in der formalen Auflösung der Gegenstände bis hin zu ihrer Entmaterialisierung, sondern auch in der leuchtenden, nicht realistischen Farbigkeit, die beinahe etwas Impressionistisches beinhaltet. Bewusst gesetzte, energische schwarze Akzente bewirken auf der Blattoberfläche ein lebendiges Spiel der Formen und Farben. Die lagenweise aufgetragenen Striche in intensiver Farbigkeit erzeugen hier eine lebendig pulsierende Atmosphäre. Immer wieder zeigte sich Rohlfs vom Reichtum der Natur beeindruckt und vermochte dies in ausgewogener Geschlossenheit und mit der ihm charakteristischen Individualität darzustellen.

Werkverzeichnis

nicht bei Vogt

Zertifikat

Die Arbeit wurde vom Rohlfs Archiv, Osthaus Museum Hagen, begutachtet und wird unter der Nummer CRA 64/12 in das Christian Rohlfs Archiv aufgenommen. Eine Fotoexpertise vom 12. November 2012 beigegeben.

Provenienz

Geschenk von Helene Rohlfs, der Witwe des Künstlers, an den Cellisten Ludwig Hoelscher anlässlich des 100. Geburtstags von Christian Rohlfs (mit handschriftlicher Widmung vom 17.12.1949 auf der Rahmenrückseite); seitdem in Privatbesitz