Joseph Beuys - Ohne Titel (Hirsch)

Joseph Beuys - Ohne Titel (Hirsch) - image-1
Joseph Beuys - Ohne Titel (Hirsch) - image-1

Joseph Beuys

Ohne Titel (Hirsch)
1962

Eisenchlorid, Goldbronze und Bleistift auf chamoisfarbenem Papier collagiert auf chamoisfarbenem Papier. 20,6 x 32,8 cm auf Unterlagenkarton. Unter Glas gerahmt. Rückseitig signiert und datiert 'Beuys 1962'. - Mit Atelierspuren.

Franz Joseph van der Grinten, langjähriger Begleiter und Kommentator des Werks von Joseph Beuys, betont die Wichtigkeit der Zeichnung als unmittelbares Ausdrucksmedium des Künstlers:
„Die Zeichnung sei Verlängerung des Gedankens, hat Joseph Beuys gesagt. Wie der Gedanke ist sie in ihren spezifischen Ausdruckswerten autonom, und wo sie sich nicht zum eigenständigen Metier im handwerklichen Sinne verfestigt - Zeichnen wie das Malen und mit der Restlosigkeit des detaillierten Darstellens von sich oder etwas anderem -, ist sie als der unmittelbarste Ausfluß formschaffenden und an der Geformtheit, der Genese von Form sich orientierenden Denkens eine Ausdrucksweise so ursprünglich wie das Sprechen, das, indem es dem Gedanken Form gibt, erst den Denkzusammenhang erzeugt: die allmähliche Verfestigung der Gedanken beim Reden, welcher Heinrich von Kleist einen Essay gewidmet hat; die Schmiede: Hammerschlag, Funkensprung, Dehnung, Gratgewinn, Härte. Die Zeichnung war bei Joseph Beuys Vehikel aller Vermittlung, für ihn selbst zunächst wie später für Andere. Verlängerung des Gedankens, sie macht anschaulich, sie macht sinnlich erfahrbar.“ (Franz Joseph van der Grinten, Zeichnung als Verlängerung des Gedankens, in: Friedhelm Mennekes (Hg.), Franz Joseph van der Grinten zu Joseph Beuys, Köln 1993, S.75)

Provenienz

Sammlung Heiner Bastian, Berlin; Privatsammlung, Deutschland

Lot 413 R

Schätzpreis:
30.000 € - 40.000 €

Ergebnis:
103.700 €