Ägyptisches tête à tête

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Ägyptisches tête à tête

Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, Vergoldung. Nicht identifziertes Modell. Bestehend aus Tablett, Tee- und Kaffeekanne, Zuckerdose, Milchkännchen und zwei Tassen mit UT. Rechteckiges Tablett mit abgeschrägten Ecken. Die Henkel als plastische Krokodilkörper modelliert, die Handhaben der Deckel als Sphingen. Der plastische Dekor und die Ränder in grünem Steinimitat. Die Wandungen dekoriert mit goldgehöhter Lotosblütenranke und ziegelroten Fantasiehieroglyphen. Blaumarke Zepter mit aufglasurblauem Beistrich, diverse Presszeichen, die Tassen mit goldener 74. Kaffeekanne H 19,6, Tablett B 37 cm.
Berlin, KPM, um 1810.

Eine regelrechte Begeisterung für das ferne Ägypten und seine Geschichte entfachte Napoleons Expedition der Jahre 1798 - 1801. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Expedition wurden von Dominique-Vivant Denon in der mehrbändigen Description de L'Égypte publiziert und bildeten die Basis der sich entwickelnden Ägyptologie. Nachdem man sich in Sèvres bereits von der neuen Quelle hatte inspirieren lassen, schuf die Modellwerkstatt der KPM 1809 "Ein Egiptisches Caffe und Thè Servis" bestehend aus "Caffe Kanne mit Krokodill Henkel und Eg: Adler Schnaupe, Thépott mit Krokodill Henkel und Zuckerrohr Schnaupe, Zucker Dose glatt mit Deckel und Sphinx Kopf als Knopf (Dieser Knopf kömmt auch zu Caffe und Thépott), Saane Kännchen mit Krokodill Hkl: und glatte Schnaupe". Auch die Vorbilder für den Dekor fand der in Berlin tätige Henri Rivet de la Grange in Denons Werken, so dass das fertige Service bereits 1810 als Sensation auf der Akademieausstellung präsentiert werden konnte. Es handelt sich um das einzige Service dieser Art.

Provenienz

Westdeutsche Privatsammlung, verst. Lempertz Berlin Auktion 1065 am 30. April 2016, Lot 48.

Literaturhinweise

Wittwer (Hg), Raffinesse & Eleganz, München 2007, S. 66, Abb. 70.

Lot 29 Dα

Schätzpreis:
40.000 € - 60.000 €

Ergebnis:
60.000 €