Auktion 1127, Preußen Auktion, 06.04.2019, 11:00, Berlin Lot 120

Kratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen

 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
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 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120
 Meißen, Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zKratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen, Auktion 1127 Preußen Auktion, Lot 120

Kratervase mit Szenen aus den Freiheitskämpfen

Porzellan mit Biscuitauflagen, farbiger Aufglasurdekor, radierte matte und Glanzvergoldung. Medici-Krater, zweiteilig gebrannt und original verschraubt. Der obere, konische Korpus in feinster Qualität umlaufend bemalt mit einer lebhaften Kampfszene zwischen preußischer und französischer Kavallerie und heimkehrender Infanterie. Im Hintergrund eine tiefe Hügellandschaft, Felsen und vereinzelte Bäume. Die untere, gebauchte Wandung bemalt mit goldradiertem Vermicula-Ornament und umlegt mit reliefiertem Akanthus. Die Oberfläche des Fußes konzentrisch kanneliert, um den Nodus ein weißes Lotosblattband. Blaumarke Schwerter und I., Pressnummern 58, 8 und I. H 34, oberer D 20,7 cm.

Meißen, 1818, der Dekor Georg Friedrich Kersting zugeschrieben.

Provenienz

Aus ostdeutschem Familienbesitz.

Literatur

Eine Vase derselben Form aber etwas größer im Kat. Raffinesse & Eleganz, München 2007, Nr. 10. Auch diese Vase entstammt dem Umkreis der königlich sächsischen Bestellung für den Herzog von Wellington.

Eine Zeichnung in Feder auf Bütten mit einer Bataillenszene Kerstings, "Zug französischer Truppen", signiert und datiert 1803, in der Sammlung Schäfer, Schweinfurt (bei Schnell, Georg Friedrich Kersting. Das zeichnerische und malerische Werk, Berlin 1994, A5).

Zu Kersting s. Kunze, Mitteilungen über Georg Friedrich Kerstings Tätigkeit an der Porzellanmanufaktur Meißen von 1818 bis 1847, in: Keramos 95/1982, S. 51 ff.

Georg Friedrich Kersting, der Malerfreund von Caspar David Friedrich, übernahm am 1. Juli 1818 als Malereivorsteher die künstlerische Leitung der Meißener Porzellanmanufaktur. Welchen großen Einschnitt die Anstellung Kerstings an der Manufaktur bedeutete, belegt Joachim Kunze anhand von Akteneinträgen, Notizen des Betriebsdirektors Heinrich Gottlieb Kühn. Dieser stellte 1827 rückblickend fest, dass "... ernstlich darauf hin gearbeitet (wurde), den bei der Mehrzahl der Maler fast ertödeten Kunstsinn zu wecken, das Steife, Gezwungene und Schwere aus Ihren Leistungen herauszubringen, und den handwerksmäßigen Betrieb ihres Geschäftes auszurotten. Mit Kraft und Lebendigkeit konnte dies aber erst vorgenommen werden, als der Malervorsteher Kersting an die Spitze der Malerei trat (…) eine sehr gute Unterstützung gewährte hierbei die zweckmäßige Benutzung des ausgeworfenen Fonds zur Anschaffung von Modellen, Zeichnungen, etc.“ Kersting brachte also nicht nur sein eigenes Talent und seine didaktischen Fähigkeiten ein, sondern sorgte auch dafür, dass die Vorlagensammlung der Malerei durch wichtige neue Publikationen bereichert wurde. Er beschäftige sich insbesondere mit dem aktuellen Großauftrag der Manufaktur, der Fertigstellung des Dessertservices für den Herzog von Wellington, das 134 aufwändigste Stücke umfasste. Alle Teile waren mattblau glasiert und wiesen „eine reiche goldene Dekoration“ auf. Kersting war laut seinem Arbeitsvertrag auch für die Zuteilung des Goldes in der Manufaktur zuständig. Er arbeitete also zusätzlich und zügig an einer Methode, die Hälfte des bisher verwendeten Golds zu sparen, um die Produktionskosten zu senken. Trotzdem gelingt ihm eine neue, effektive und üppig wirkende Vergoldung, die Kühn als Grundlage seiner eigenen Experimente diente und die 1827 zur Einführung der Glanzvergoldung führte.

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